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Ferienaktion im Tierpark : Wagemutige Kontaktaufnahme

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Im Tierpark Gettorf konnten Besucher auf Tuchfühlung mit Schlangen, Spinnen und anderen Kriechtieren gehen.

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2017 | 06:56 Uhr

Was kriecht denn da? Diese Frage stellten sich gestern zahlreiche Besucher im Tropenhaus des Tierparks Gettorf, wo es bei einer Ferienaktion unter anderem Schlangen und Spinnen zum Anfassen gab. Wer sich traute, eines der häufig als „eklig“ titulierten Tiere in die Hand zu nehmen, war schnell überrascht.

„Die ist ja ganz warm und weich“, staunte Claudia Gerber aus Hohenlockstedt, als Tierpark-Mitarbeiter Michael Bulliger ihr eine Grammostola Rosea auf die Hand setzte. Diese Vogelspinnenart ist etwa so groß wie eine Handfläche und rief bei den Besuchern gemischte Gefühle hervor. „Dieser Spinne will ich in der freien Natur lieber nicht begegnen“, war sich Claudia Gerber sicher. Auch Johanna aus Vaale traute sich: „Es tat etwas weh und war kitzelig“, stellte die Elfjährige fest. Der Spinne machte der Trubel indes nichts aus. „Die ist ganz entspannt. Man muss Spinnen nicht lieben, aber Angst muss man nicht vor ihnen haben“, meinte Michael Bulliger.

Ein paar Meter weiter standen bei Jörg Clausen die Schlangen im Mittelpunkt. Während Emma und Siri Scheffler aus Hattstedt sich zunächst noch nicht so ganz an die Kriechtiere herantrauten, hatte Mutter Sabine keinerlei Berührungsängste. „Wir sind extra wegen der Aktion hergekommen. Schlangen machen mir nichts aus, nur bei der Spinne hatte ich am Anfang Respekt“, meinte die Nordfriesin. Respekt vor Spinnen – den hat auch Emma. „Wenn sie in einer anderen Ecke sind, ist das okay. Wenn nicht, muss Papa kommen.“ Die Kornnatter auf den Armen ihrer Mutter war erst noch etwas unruhig und erkundete dabei unter anderem die Seitentaschen des Rucksacks, dann hatte sie sich aber schnell akklimatisiert und verweilte ganz entspannt. „Sie werden ganz ruhig, wenn sie die Körperwärme aufnehmen“, beobachtete die Mutter von Emma und Siri.

Diese Erfahrung machte auch Bert Maiwald aus Trappenkamp. „Mir ist gar nicht so unbehaglich. Es hilft auf jeden Fall, dass ich weiß, dass die Schlange nicht giftig ist“, meinte der Vater von Max. Diesem war die Kornnatter trotzdem nicht so ganz geheuer. „Für mich sind Schlangen nichts“, stellte er klar. Am Ende ließ er es sich dennoch nicht nehmen, die Kornnatter zumindest einmal zu berühren.

Neben Schlangen und Spinnen gab es im Tropenhaus auch Schrecken und Echsen zu bestaunen. Mitarbeiter Max Thon machte regelrecht Werbung für die aus Peru stammende Samtschrecke, die erst 2004 entdeckt worden war. „Ein ganz spannendes und einfaches Haustier“, meinte er.

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