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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 18:48 Uhr

Wagemut, Kanzler-Empfang, Kino-Qual

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Angela Merkel lädt Schülerfirma RautEck zum Gespräch ins Kanzleramt / Zähes Ringen um den einen Kinostandort / Ärger um Bahnübergang

von
erstellt am 31.Dez.2016 | 06:55 Uhr

Januar1.: Das Anbaden am 1. Januar wird immer kultiger: Mehrere hundert Zuschauer sehen 70 Wagemutigen zu, die sich am Neujahrstag in die 7 Grad kalte Ostsee stürzen.

22.: Der neue Schutzstreifen für Fahrradfahrer auf der Sauerstraße zwischen Schulzentrum und Kreisel Hörst wird kaum angenommen – die Radler fahren lieber in Gegenrichtung auf dem einseitigen Radweg.

23.: Das Wohnungsunternehmen Vonovia, Nachfolgeunternehmen der Deutschen Annington, hat 510 Wohnungen in Eckernförde an den Immobilienfonds der Deutschen Bank, PREEF mit Sitz in Frankfurt, verkauft.

FEbruar2.: Der Fernsehauftritt des Fraktionsvorsitzenden der Grünen in der Ratsversammlung und Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke, Edgar Meyn, in der Sat 1-Sendung „Akte 20.16“ schlägt hohe Wellen. Meyns Rolle als öffentlicher Stadtwerke-Kritiker und Gaspreis-Rebell sorgt in der Politik für empörte Reaktionen. Die CDU fordert Meyns Rücktritt aus dem Aufsichtsrat. Am 10. Februar zieht er die Konsequenzen und stellt seinen Sitz zur Verfügung. Seine Fraktionskollegin Jenny Kannegießer wird Nachfolgerin.

10.: Die Region Eckernförde liegt voll im Trend. Nach Jahren der Steigerung durchbricht die Zahl der Übernachtungen im Zuständigkeitsbereich der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH erstmals die Schallmauer von 200  000.

17.: Spektakuläre Aufnahmen unter Wasser sind das Markenzeichen von Philipp Hoy. Der 17-jährige Peter-Ustinov-Schüler filmte unter anderem Kalmare unter der Hafenmole. Er gewinnt beim Green-Screen-Festival im Februar den Preis für den besten Kurzfilm.

24.: Pianist Justus Frantz gibt ein Gastspiel in der Stadthalle und vermittelt zuvor 200 Kindern die Faszination klassischer Musik.

28.: Große Ehre für die Schülerfirma Rauteck: der Europameister des Juniorwettbewerbs des Instituts der deutschen Wirtschaft wird von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin eingeladen. Das passende Gastgeschenk: ein Förde-Öffner mit „Angie“-Gravur.

März14.: Die Integrierte Gesamtschule, heute Peter-Ustinov-Schule, feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Die Schule im Schulzentrum Süd hat sich zu einem wichtigen Bildungsträger entwickelt, die Zahl der Anmeldungen liegt Jahr um Jahr über der der Plätze.

14.: Die Ratsversammlung kippt den Bau eines Verbrauchermarktes mit Kino im Skaterpark Schulweg mit 14:11 Stimmen. SPD, Grüne, Linke und Bürger-Forum lehnen das Projekt aus ökologischen und städtebaulichen Gründen ab. Sie wollen, dass im Zuge der Bahnhofsplanung ein Kino entsteht. Eckernförde ist nun seit vier Jahren – bis auf das kommunale Kino – kinofreie Zone.

April8.: 3772 Stimmen in nur zwei Wochen hat die CDU für einen schnellstmöglichen Bau eines Kinos gesammelt. 2114 Unterschriften haben Eckernförder Bürger abgegeben. Die CDU ist für den Bau eines Kinos im Skaterpark – eine Lösung, die Bürgermeister Jörg Sibbel zuvor durch Verhandlungen mit den Jugendlichen und Kleingärtnern zur Beschlussreife gebracht hat. Die CDU möchte in der Kino-Standortfrage einen Bürgerentscheid herbeiführen.

13.: Die Attika der Stadthalle ist marode. Das verkündet Bürgermeister Jörg Sibbel im Bauausschuss. Er besteht sofortiger Handlungebedarf, sonst droht Gefährdung. Kosten der Sanierung: rund 600  000 Euro.

22.: Dimitry Timofeichev aus Moskau hat den Green-Screen-Plakatwettbewerb zum zehnjährigen Festival gewonnen. Eine ausgerollte Filmrolle mit viel Grün. Eine Jury hat die Arbeit aus Russland ausgewählt. Insgesamt sind 574 Plakatentwürfe aus 71 Ländern eingegangen.

27.: Nach RautEck nun also ConnEckt: Auch die zweite Schülerfirma der Jungmannschule hat den Landestitel beim Juniorwettbewerb des Instituts der deutschen Wirtschaft gewonnen. Sie stellen keine Flaschenöffner aus Gurtschlössern her, sondern bringen gemeinsam mit Flüchtlingen Back- und Kochbücher heraus. Beim Bundesfinale in Berlin hinterlassen sie einen hervorragenden Eindruck, aufs Treppchen kommen sie nicht.

Mai5.: In einer SPD-Veranstaltung wird der Sky-Markt Gartenstraße als neuer favorisierter Kinostandort geboren. Kinobetreiber Ralf Thomsen soll das Lichtspielhaus auf dem Dach des Sky-Markts übernehmen.

11.: 195 Eckernförder haben sich auf der Einwohnerversammlung über die Kino-Standortalternativen Sky, Skaterpark und Bahnhof informiert. Erste Option: Sky, aber Coop muss liefern. Einen Tag später zieht die CDU ihre Anträge in der Ratsversammlung zugunsten des Skaterparks wieder zurück.

30.: Nun doch – die Erneuerung des störungsanfälligen Bahnübergangs Domstags mitsamt der Ampelkreuzung hat begonnen. Ursprünglich wollte die Bahn damit noch bis 2019 warten – die Stadt hat daraufhin Druck gemacht und ihr Ziel erreicht.

Juni3.: Das ist neu: die Touristik vermietet zwei Schlaf-Strandkörbe, in denen die Mieter die Nacht stimmungsvoll und naturnah am Strand verbringen können. Die Vermietung läuft hervorragend.

11.: Über 100 Gegner neuer Windkraftanlagen im Nahbereich von Eckernförde protestieren auf dem Rathausmarkt gegen die „Goldkarte“ der Landesregierung mit ausgewiesenen Windeignungsflächen. Ihre Argumente: Solange es keine Leitungskapazitäten gibt, soll keine Windmühle mehr ans Netz gehen und teuren Abfallstrom produzieren.

11.: Der Kindergarten Borby feiert sein 60-jähriges Bestehen mit einer Menschenkette von der Norderstraße bis zum Familienzentrum im Saxtorfer Weg .

17.: Die Schule am Noor für geistig behinderte Schüler feiert ihr 40-jähriges Bestehen mit einem großen Fest.

18.: Letztes Welcome Race zu Pfingsten: Künftig findet vor Eckernförde wieder die traditionsreiche Aalregatta zum Auftakt der Kieler Woche statt.

23.: Das Doppel-Ö bleibt auf den Ortsschildern, dort heißt es weiter „Eckernföör“. Eine Initiative um Klaus-Dieter Tüxen und Christel Fries setzt sich vehement für das historisch verbriefte „Eckernför“ ein, kann Politik und Verwaltung aber nicht umstimmen.Der Disput schwelt jedoch weiter und spaltet sogar die Plattdüütsch Gill.

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