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Blockheizkraftwerk : Wärme und Strom für die Hafenspitze

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadtwerke installieren ein Blockheizkraftwerk im ehemaligen Parkdeck am Jungfernstieg. Es soll die gesamte Hafenspitze mit Wärme versorgen und produziert zusätzlich Strom, der ins Netz eingespeist wird.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2013 | 05:27 Uhr

Die Arbeiten an der Hafenspitze sind in den vergangenen Monaten gut vorangekommen – zurzeit schlägt die Stunde der Stadtwerke Eckernförde (SWE): Sie wird das Viertel mit Wärme versorgen und nebenbei auch noch elektrischen Strom produzieren. Das geschieht, wie vielerorts in Eckernförde, auf der Basis von Kraft-Wärmekopplung mit einem Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW). Es besteht aus einem Motor mit angeschlossenem Stromgenerator. Über ihn wird Elektrizität erzeugt, während die Abwärme des Motors über Fernleitungen in die Gebäude gebracht wird.

„Rund 180 Meter Wärmeleitungen sind bereits zur Versorgung des ersten Bauabschnittes, zu dem das Appartementhaus und das ehemalige Parkdeck mit seinen Lofts gehört, verlegt“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Steffens. „In ihm wird der BHKW-Maschinen- und Generatorsatz eingebaut.“ Die Anlage hat eine elektrische Leistungsfähigkeit von 215 Kilowatt und eine thermische Leistung von 339 Kilowatt. Sie wiegt 4,8 Tonnen und musste mit einem Kran im Erdgeschoss platziert werden. Nach genauer Positionierung wird der offene Raum vermauert und eine Betondecke gegossen.

Zusätzlich sind zwei Pufferspeicher mit einem Volumen von je 25 Kubikmetern und einer Höhe von über sechs Metern sowie einem Durchmesser von 2,5 Metern aufgestellt worden. Diese Wasserspeicher haben die Aufgabe, Wärme für Spitzenzeiten einzulagern und wieder abzugeben, um somit einen kontinuierlichen Lauf der Maschine zu gewährleisten. Dietmar Steffens: „Die mehr als drei Tonnen wiegenden Speicher werden später mit mineralischer Glaswolle isoliert und mit Aluminiumblech verkleidet.“

Für die Spitzenlast und Reserveversorgung werden zwei sogenannte Brennwertkessel mit jeweils 620 Kilowatt Leistung installiert. Diese Kessel sind in der Lage, auch den bei der Gasverbrennung anfallenden Wasserdampf in Wärme umzuwandeln. Sie haben ein Gewicht von jeweils 520 kg.

Für die Elektrotechnik ist der Einbau der Schaltanlage und der Transformatoren von Bedeutung, der ebenfalls in der Parkgarage erfolgt. Die Anlage soll später das gesamte Areal der Hafenspitze inklusive der beiden folgenden Bauabschnitte versorgen. Nach der Fertigstellung wird die jetzt am Jungfernstieg vorhandene alte Trafostation demontiert.

„Das Gesamtvolumen unserer Maßnahmen dürfte annähernd eine Million Euro erreichen“, erklärt Dietmar Steffens. „Die Stadtwerke leisten damit gemeinsam mit dem Bauherrn, der Penta-Gruppe, einen weiteren Schritt zur klimafreundlichen Energieversorgung unserer Stadt.“


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