Dorffest : Waabser trotzen Sturm und Regen

Die Zumba-Kinder tanzten und lachten um die Wette – aufgrund des Wetters statt draußen nun im Feuerwehrgerätehaus.
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Die Zumba-Kinder tanzten und lachten um die Wette – aufgrund des Wetters statt draußen nun im Feuerwehrgerätehaus.

Das Sommerfest „Wir alle sind Waabs“ fand zwar in einer abgespeckter Version statt, lockte aber trotzdem zahlreiche Gäste an. Das große Zelt wurde wegen der Sturmes nicht aufgebaut.

shz.de von
27. Juli 2015, 04:14 Uhr

Viele Open-Air-Veranstaltungen am Wochenende wurden abgesagt, weil die Wettervorhersage Sturm und Regen angekündigt hatte. Auch in Waabs war am Tag des traditionellen Dorffests die Unwetterprognose ein Thema. „Wir haben gestern noch darüber gesprochen und das Für und Wider diskutiert“, sagte Bürgermeister Udo Steinacker am Rande der Veranstaltung. Nach sorgfältiger Abwägung habe man sich dann entschieden, das Fest im abgespeckten Rahmen stattfinden zu lassen. Ein Zelt habe man aus Sicherheitsgründen und nach Hinweis der Freiwilligen Feuerwehr nicht aufstellen können. Aber das Feuerwehrgerätehaus war hergerichtet, das schöne Banner gut sichtbar aufgehängt und vom Grillstand bis zum Bierpilz wurde alles mit Leben erfüllt, was ein festes Dach hatte.

„Absagen hätten wir doof gefunden“, so Steinacker, der sich trotz des Regens gut gelaunt mit Schürze und Grillbesteck bewaffnet um Grillwurst und Nackensteaks kümmerte. „Ein bisschen gaga ist das schon“, so der Bürgermeister, „aber es entspricht unserem Naturell, dass wir trotzdem lachen“. Und so war es auch am stürmischen Sonnabend. Wer sich dem Festplatz kurz nach 15 Uhr, dem Festauftakt, näherte, konnte schon von weitem Kinderlachen und heiße Rhythmen aus dem Feuerwehrgerätehaus hören. Die Zumba-Kindertanzgruppe des TSV Waabs heizte den Gästen ordentlich ein und versprühte dabei so viel gute Laune und Fröhlichkeit, dass sich dem niemand entziehen konnte. Dazu gab es Grillgut, ein tolles Kuchenbuffet und jede Menge verschiedener Getränke, so dass auch der durchnässte oder vom Wind zerzauste Gast viel für sein leibliches Wohl und die gute Laune tun konnte.

Die Bimmelbahn stand zwar verwaist da und die Programmpunkte unter freiem Himmel konnten nicht stattfinden. Aber alles, was unter Dach geplant war, wurde wie geplant geboten. So durften sich die tapferen Besucher über die angekündigten Musikprogrammpunkte ebenso freuen wie auf den Tanzabend mit Musik aus den Charts. „Wer will, kann mit uns bis Mitternacht feiern“, sagte Udo Steinacker, der darauf hoffte, dass das Wetter sich nicht so dramatisch zeigen würde, wie angekündigt. Das Motto „Wir alle sind Waabs“ stand auf jeden Fall und ließ die Waabser Veranstalter, die Vereine und Verbände sowie alle Unterstützer und Sponsoren, auch bei Regen und Sturm noch ein bisschen enger zusammenrücken – sei es unterm Bierpilzdach oder im Feuerwehrgerätehaus. Alle standen in der Verantwortung für ihr Dorffest, dessen Besuch während des Urlaubs auch ein fester Programmpunkt für viele Feriengäste darstellt.

Udo Steinacker freute sich über die vielen ehrenamtlich Tätigen, die auch in diesem Jahr das Fest möglich gemacht hatten und denen der Sturm gar nichts ausmachte. Dass der ganz große Besucheransturm vom Regen ausgebremst wurde, war für den Bürgermeister kein Thema. „Dann fällt die Bilanz eben ein bisschen bescheidener aus!“, war er sich im Klaren. Dennoch: „Wir alle sind Waabs“ – das klappt in der Ostseegemeinde – bei Sonnenschein und bei Sturm. Das Dorffest in diesem Jahr war für alle eine besondere Erfahrung, die zeigte, dass die Waabser bei jedem Wetter flexibel reagieren können.

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