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Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 10:26 Uhr

Gärtnerfreuden : Vorsicht vor dem Frost

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ob Margerite oder Geranie – die warmen Temperaturen rufen die Hobbygärtner auf den Plan und lassen den Sommer in den Gärten erwachen.

Eckernförde | Der Frühling ist da, und allen Gärtnern juckt es bereits in den grünen Daumen: Die Sommerblumen sollen Gärten, Terrassen und Balkone erobern. Hinfort mit Primeln und Narzissen, her mit Margeriten und Geranien. Doch Obacht: Bis zu den Eisheiligen, vom 11. bis 15. Mai, wird es nachts zuweilen noch frostig, sagt Floristin Viola Rosenhagen von Blumen Denzer. „Man sollte die Sommerpflanzen zumindest über Nacht reinholen“, sagt auch Inga Tewis, Filialleiterin von Pflanzen Peikert und gelernte Baumschulgärtnerin. Für die Übergangszeit eignen sich frostbeständige Frühblüher wie das sehr langlebige Hornveilchen oder Zwiebelblumen. Auch das beliebte Stiefmütterchen, das in diesem Jahr mit einer neuen Farbvariante in weinrot und weiß auftrumpft, ist frosterprobt.

Ein besonderer Ostergag waren kürzlich wachs- und streuselüberzogene Rosen. Die so konservierten Blüten behalten ihre Form über Wochen und sind ein besonderer Hingucker. Aber die Osterdekoration fliegt nun raus: Blumen Denzer bereitet sich mit frischen Blautönen auf die wärmeren Temperaturen vor. Bei Pflanzen Peikert stehen auch schon die ersten Dahlien bereit. Die aber sind frostempfindlich und dürfen erst ab Mai gepflanzt werden.

„Ich bin richtig süchtig nach Pflanzen“, erzählt Peikert-Kundin Monika Steinhagen, die im Sonneneck in Eckernförde wohnt. Möglichst bunt, ist die Devise. Dazu fehlen ihr noch ein paar Vergissmeinnicht.

Wer noch nicht so richtig weiß, was seinen Garten verschönern soll, kann sich im Arboretum in Ellerhoop Eindruck verschaffen: Eine großflächige Gartenlandschaft gibt Impressionen in Sachen künstlerischer Gestaltung und informiert zudem über Themen wie Umweltschutz und Pflanzenpflege. Auch der richtige Pflanzabstand wird dort gezeigt. Eines der größten Probleme vieler Kunden, wie Inge Tewis weiß.

Wer nachhaltig einkaufen möchte, sollte auf eine gute Pflanzenqualität achten. Diese zeichnet sich dadurch aus, „dass die Blumentopferde gut durchwurzelt ist. Außerdem sollte man aus Kaltgewächshäusern kaufen“, erklärt die Baumschulgärtnerin. Weil die Pflanzen dann keine großen Temperaturschwankungen durchmachen müssen. Sonst lassen viele Blumen wie Margerite und Stiefmütterchen in der plötzlichen Kälte die Köpfe hängen. Zusätzlich ist auf kräftige Blätter, Blüten und Stängel zu achten. Keinesfalls sollten die Pflanzen „ausgegeilt“, sprich im Dunkeln dem Licht mit langen Stilen entgegen gewachsen sein.

Allzeit beliebt sind Petunien: „Die Million Bells gehen immer gut“, und haben besonders schöne Farben, weiß Viola Rosenhagen. Wie man aber seine Gartenflora nun gestaltet, ob einheitlich weiß oder bunt, das bleibt der Kreativität der Hobbygärtner überlassen. Und der sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt.

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