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Theatergemeinschaft : Vorhang auf für die neue Theater-Familie

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Astrid, Imke und Carsten Rix sind die Nachfolger von Helga und Uwe Fischer. Damit geht eine 17 Jahre dauernde Ära zu Ende. Die Fischers hatten damals den Verein gegründet.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 05:42 Uhr

Die Theatergemeinschaft hat den Generationensprung geschafft: Nach 16 Jahren haben Helga und Uwe Fischer die Vorstandsgeschäfte an ihre Nachfolger abgeben können. Und wieder bleibt die Vorstandarbeit in Familienhand: Neue 1. Vorsitzende ist seit der Mitgliederversammlung am 7. Oktober Astrid Rix, ihr Mann Carsten Rix hat den Posten des Kassierers übernommen, während Imke Rix zur 2. Vorsitzenden gewählt wurde. Der Familienname ist bekannt: Carsten und Imke Rix sind Geschwister des SPD-Bundestagsabgeordneten Sönke Rix.

Astrid Rix hat 15 Jahre Erfahrung in der Theaterarbeit, ist studierte Theaterpädagogin und hat verschiedene Theatergruppen geleitet. In Neubrandenburg hat sie eine Kleinkunstbühne betrieben, Theatergruppen engagiert, Fördermittel eingeworben und stand selbst auf den Brettern, die die Welt bedeuten. „Ich weiß, was diese Arbeit bedeutet“, sagt die 48-Jährige, die Helga und Uwe Fischer ein Jahr lang bei der Vorstandsarbeit begleitet hat.

„Im Grundsatz möchte ich die erfolgreiche Arbeit des Vorstands erst einmal weiterführen“, sagt sie. „Irgendwann soll in den Fokus, ein jüngeres Publikum anzusprechen, ohne die treuen Theaterbesucher zu verprellen.“ Den Ansatz können Helga und Uwe Fischer gut nachvollziehen, steigt der Altersdurchschnitt der Abonnenten doch stetig an und sinkt die Zahl der Abonnenten. „Früher hatten wir nur 40 Karten im freien Verkauf, heute sind es 160 Karten“, sagt Helga Fischer. Überzeugen kann die Theatergemeinschaft also nur mit Qualität und schafft es auch. 85 Prozent Auslastung sprechen für sich – eine Quote, von der so manches Theater nur träumen kann.

„Das ist eine Super-Grundlage“, sagt Astrid Rix, die im Kampf um junge Besucher auch neue Werbestrategien fahren will und über eine Zusammenarbeit mit Jugendeinrichtungen nachdenkt, eventuell auch theaterpädagogische Angebote etablieren möchte.

Die Finanzen hat Carsten Rix in seiner Hand. Er hat schon das Finanzielle der Kleinkunstbühne geregelt. „Es hat Vorteile, wenn alles in der Hand einer Familie ist wegen der kurzen Wege“, sagt er. Dass es der neue Vorstand ernst meint, beweist ihre Tatkraft in den vergangenen zwei Wochen. Fünf von sieben Stücken für die Saison 2015/16 sind schon gebucht, darunter „Dinner for one“, „Szenen einer Ehe“ und „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“.

Und was machen die Fischers ohne die Heimatgemeinschaft? Immerhin haben sie sich 17 Jahre lang um die Vorstandsgeschäfte gekümmert und Schauspieler wie Hannelore Hoger, Ellen Schwiers, Martin Semmelrogge, Hannes Jaenicke, Pierre Brice oder Anita Kupsch nach Eckernförde geholt. „Wir?“, sagt Helga Fischer, „wir gehen jetzt ganz entspannt ins Theater“.

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