Vorfreude aufs neue „Konzerthaus“

Gerald Eckert (l.) und Pastor Dirk Homrighausen freuen sich auf den Start in die Konzertsaison in der St.-Nicolai-Kirche.
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Gerald Eckert (l.) und Pastor Dirk Homrighausen freuen sich auf den Start in die Konzertsaison in der St.-Nicolai-Kirche.

Die grundsanierte und offen gestaltete St. Nicolai-Kirche bietet künftig ein ganz neues Raumgefühl / Hochkarätiges Provinzlärm-Festival

shz.de von
21. Dezember 2018, 12:17 Uhr

Ein vollkommen neues Raumgefühl und ganz neue Klangerfahrungen erwarten die Besucher der St. Nicolai-Kirche nach der Wiedereröffnung im Januar. Das Kirchenschiff ist leergeräumt und bietet ungeahnten Raum für die Gottesdienste, kirchlichen Veranstaltungen und die vielen Konzertabende. Pastor Dirk Homrighausen und der Komponist, Musiker und Leiter der Konzertreihe Neue Musik Eckernförde geraten ins Schwärmen, wenn sie die große Baustelle, bei der so vieles passt, durchschreiten. Die Kirchenbänke bleiben bis auf weiteres in einer Probephase draußen vor, die Kirche wird mobil bestuhlt und gewinnt dadurch ganz neue Stellmöglichkeiten und Perspektiven.

Davon sollen auch die Konzertreihe Neue Musik Eckernförde und das 7. Provinzlärmfestival mit dem Länderschwerpunkt Schweden vom 15. bis 17. Februar profitieren (Konzertübersicht siehe Info-Kasten). Fünf durchweg außergewöhnliche Konzerte hat Eckert zusammengestellt. Ein eigenes, großes Konzert bestreitet die schwedische Gruppe „Lipparella“ am 16. Februar. Das Besondere: Die vier Musiker spielen auf alten Instrumenten – Barockflöte, Gambe, Barockvioline und Theorbe, eine Langhals-Laute – Neue Musik. Komplettiert wird die Formation mit einem Countertenor. In diesem Konzert wird auch Pastor Homrighausen als Rezitator Gedichte des schwedischen Nobelpreisträgers Tomas Transtrømer vortragen.

Schon das Eröffnungskonzert dürfte für Furore sorgen. Gespielt wird ein 1908 von Charles Ives geschriebenes Stück, das die Eckernförder Opernfreunde im vergangenen Jahr in der Elbphilharmonie erleben konnten. Drei Orchester – darunter 19 Streicher und vier Schlagzeuger - werden im Raum verteilt für ein eindrucksvolles Hörerlebnis sorgen.

Fulminant bis spektakulär dürfte auch der Auftritt eines Schlagzeugsextetts der Musikhochschule Lübeck im Rahmen der Konzertreihe am 26. Januar werden. Gespielt wird „Pleïades“ von Iannis Xenakis.







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