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Antrag abgelehnt : Vorerst kein Surfverbot am Strand von Lindhöft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

80 Gäste besuchten die Sitzung des Umweltausschusses. Die CDU zieht ihren Antrag auf Surfverbot in Lindhöft zurück.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Lindhöft | Ein Antrag der CDU Fraktion lockte am Donnerstag zahlreiche Gäste in die Sitzung des Umwelt- und Fremdenverkehrsausschusses in das Feuerwehrgerätehaus. „Surfverbot in Lindhöft“ stand auf der Tagesordnung und rund 80 interessierte Wassersportler und Bürger wohnten, teilweise auf Stehplätzen, der Versammlung bei. Bürgermeisterin Sabine Mues (CDU) hatte den Bericht des Strandrangers verlesen, aus dem hervor ging, dass windige Sommertage am Lindhöfter Strand schon mal chaotisch ablaufen können. Extrem sei es an den Tagen mit kräftigem Westwind und gleichzeitig strahlendem Sonnenschein, teilte der Ausschussvorsitzende Stefan Polte (WIN) mit, solche Tage seien aber eher selten. Überhaupt ging aus dem Bericht hervor, dass nur wenige Surfer oder Kiter sich nicht an die Regeln und die Grenzen der Badezone halten. Zwischen den Ausschussmitgliedern und den Gästen entstand ein disziplinierter und harmonischer Austausch. „Ein echter Dialog“, berichtet Polte. Ein Dialog, aus dem hervorgegangen sei, dass auch die Wassersportler sich ein härteres Durchgreifen gegen die wünschen, die sich daneben benehmen und den beliebten Spot in Lindhöft damit in Gefahr bringen. Das sei aber gar nicht einfach, denn die beiden Strandranger können nur eingreifen, solange die Personen sich am Strand befinden. Sobald die Füße im Wasser stehen, sei die Wasserschutzbehörde zuständig, erklärt der Ausschussvorsitzende. Die Surfer müssten sich auch in Selbstkontrolle üben und ein Auge auf die werfen, die aus der Reihe tanzen.

Die Situation wurde von vielen Seiten beleuchtet. Eine Anwohnerin aus der Straße In´ t Holt sah die Problematik eher bei den wenigen Parkplätzen und die Surfer, die bei Wind und Wetter aufs Wasser gehen, eher als nett anzusehendes Spektakel. Eine andere Besucherin beschrieb, dass sie den Spot seiten vielen Jahren besucht und es als sehr schmerzhaft empfinden würde, wenn das Surfen an dieser Stelle im Sommer ganz verboten würde.

Nach der rund 45-minütigen Diskussion beschloss die CDU-Fraktion spontan den Antrag, das Surfen in Lindhöft in der Zeit 1. Juni bis 31. August zu verbieten, zurück zu ziehen. „Damit ist das Thema nicht komplett vom Tisch“, erklärt Polte. Aber man wolle gemeinsam mit dem Ordnungsamt und den Wassersportlern nach einer Lösung suchen. Die Begeisterung über die offene Aussprache sei groß gewesen, berichtet er weiter. Im Anschluss kamen sogar einige Surfer noch mit der Vorsitzenden des Noer-Lindhöfter Sportvereins, Karin Ivers, ins Gespräch. Nun wird über die Einrichtung einer Wassersportsparte im Verein nachgedacht. „Eine tolle Idee, die Kontrolle in die Situation bringen könnte und die Gemeinde bereichert“, so der Ausschussvorsitzende.

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