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Eckernförder Zeitung

24. August 2017 | 05:51 Uhr

Vorbilder

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vorbilder? Da wird die Tage ein Top-Manager zu drei Jahren Haft verurteilt... Da stürzet der Star in den Suff... Da wird ein Starminister zum Plagiator... Vorbilder doch lieber nicht. Man wird enttäuscht, sie haben auch eine andere Seite...

Ich bin für Vorbilder, denn zunächst einmal sind unsere Eltern solche. Wir arbeiten uns an ihnen ab, und dann nehmen wir, wenn es gut läuft, das heraus, was brauchbar ist und legen das übrige als Geschichte ab. Wer das nicht gehabt hat, der hat es im Leben schwer. Vorbilder, aber nicht Abbilder, die ich versuche zu kopieren, sind immer schlecht. Oder ganz flachsig gesagt: „Als Original werden wir geboren, als Kopie...“

Ich suche Menschen, die mit mir Erfahrungen teilen, die mich manchmal auch an die Hand nehmen und mich dann auch wieder loslassen, die mich mit meinen Schwächen und Stärken ertragen. Nicht umsonst sagt man guten FreundInnen: „Ich kann Dich LEIDEN!“ Das heißt eine tiefe Verbundenheit in den Höhen und Tiefen des Lebens.

Vorbilder können natürlich enttäuschen, aber dann ist die Täuschung ja weg. Wir brauchen sie, damit wir an ihrem Beispiel immer wieder umlernen und neu lernen können.

Gesetze, Verordnungen, Vorschriften regeln das Juristische... Wirklich wichtig ist, dass es Bilder in mir gibt, an denen ich mich immer wieder ausrichten kann. Wegweiser, Landmarken die mich begleiten.

Wenn ich es mit Menschen zu tun habe, die in einer vermeintlich aussichtslosen Lage sind, stelle ich immer wieder fest, dass Bilder und Vorbilder auftauchen, die Wegweiser aus der Situation sind.

Es ist gewiss kein Zufall, dass in der Bibel viele Geschichten und Vorbilder auftauchen, die Leben prägen und wegweisend sind.

In der nächsten Woche wird Elisabeth von Thüringen/Ungarn gefeiert, diese Heilige hat es mir als Vorbild ganz besonders angetan.

Sie hat den Weg von königlicher Würde zu den Armen aufgezeigt. Sie war sich nicht zu schade, in Krankheit und Armut hinabzusteigen. Kein moralischer Appell an die Kirchen und Kirchenleute.

Sondern ein Vorbild, an dem ich mich orientieren möchte, ohne es zu kopieren .

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von
erstellt am 14.Nov.2014 | 13:15 Uhr

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