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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 13:54 Uhr

Von Ohrfeigen und englischen Fußballclubs

vom

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

eckernförde | Es war nicht das erste Klassentreffen, das den Abschlussjahrgang von 1963 aus der damaligen Realschule zusammenführte, jedoch lag die letzte Zusammenkunft 20 Jahre zurück. "Da wurde es mal wieder Zeit", befand Bärbel Hoffmann aus Eckernförde, die noch eine Teilnehmerliste zur 30. Wiederkehr des Schulabschlusses hatte. Nicht alle der 20 Absolventen sind am Freitag dabei gewesen, doch die zwölf, die mit ihren Ehepartnern - auch aus Hannover - angereist waren, hatten sich viel zu erzählen.

Ob es der Sportlehrer war, der morgens vor regulärem Unterrichtsbeginn die Schüler zum Staffellauftraining zusammenrief, oder der Englischlehrer "Mc Kähler", der montagmorgens immer zuerst die Sportergebnisse englischer Fußballclubs diskutierte: "Wer von uns wusste damals, wer die Tottenham Hotspurs waren." Die Erinnerungen schaukelten sich bei den ersten Gesprächen hoch.

"Unsere Faustball-Mannschaft stellte immer den Sieger bei den Aschberg- /Scheersbergspielen", erinnerte sich Holger Hahmann, aber auch die Eigentümlichkeiten mancher Lehrer haben sich bei einigen tief ins Gedächtnis geprägt: "Frau Irma Bock, bei uns hieß sie immer Irma la Duce, war jungfräulich spießig", erinnerte sich Hoffmann. War man unaufmerksam, konnte schon mal ein Schlüsselbund des Lehrers wieder wachrütteln, für Frechheiten fing man sich eine Ohrfeige ein. "Als ich mal im Unterricht einschlief, schickte mich der Lehrer zum Weiterschlafen vor die Tür, wo mich dann prompt Rektor Jürgensen dabei erwischte", berichtete Hans Henning Hagemann.

Noch heute schwärmen die Teilnehmer von der Klassenlehrerin Carla Petersen, die ausgesprochen höflich und unmissverständlich Danke sagen konnte und beim Schwimmunterricht bei den Schülern mit einem Salto vom Dreimeterbrett für offene Münder sorgte. "Jeder von euch hat den Marschallsstab im Tornister", war der Ansporn aus ihrem Mund, an den sich die meisten noch erinnern.

Zum Programm gehörte der obligatorische Besuch der alten Schule am Pferdemarkt, bei der Rundfahrt im "Sprotten-Express" lernten die Auswärtigen die Veränderungen der Stadt kennen. "Wir wollen das Treffen nun jährlich, wenn auch vielleicht im kleineren Kreis fortsetzen", sagte Hoffmann, bevor es zum gemeinsamen Kaffee ins Tortenstübchen ging.

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