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Langer Ausritt : Von der Zugspitze bis nach Sylt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

1680 Kilometer quer durch die Bundesrepublik und das zu Pferd: Die Reiter des National Geographic Projektes „Abenteuer Deutschland“ haben am Mittwoch Station bei Thomas Lorenzen in Hütten gemacht.

250 Kilometer fehlen noch, dann haben die Reiter des Projekts „Abenteuer Deutschland“ ihr Ziel erreicht: Von der Zuspitze nach Sylt, auf dem Rücken der Pferde und zurück mit einem Hubschrauber – so lautete der Auftrag, den Fotograf Florian Wagner von „National Geographic Deutschland“ bekam. 1680 Kilometer werden sie dann insgesamt zurückgelegt, acht Bundesländer durchquert haben. Mittwochabend machte das Team Zwischenstopp in Oberhütten. Thomas Lorenzen stellte sein Reitstall „Touch Stable“ als Nachtlager zur Verfügung.

Die Idee zu der Mammut-Tour sei mehr oder weniger spontan entstanden, erzählt Florian Wagner. „Ich habe National Geographic ein anderes Konzept vorgestellt, was sie nicht haben wollten. Dann hab ich im Affekt gesagt: Ich könnte auch von Garmisch nach Sylt reiten“.

Gesagt, getan. Am 8. Juli startete der Fotograf am Fuße der Zugspitze mit seinem siebenköpfigen Team und den insgesamt fünf Pferden in das Abenteuer. Am Ende soll ein Bildband entstehen, der die Erlebnisse der Tour widerspiegelt und das Zusammenleben von Mensch und Tier dokumentiert. Geschrieben wird dieser von Johan Dehoust. Der Hamburger Journalist hatte extra für die Tour das Reiten gelernt. „Manchmal frage ich mich schon, warum ich mich für absurde Aktion beworben habe“, sagt er, denn die ersten Tage habe er starke Schmerzen verspürt. Diese waren dann aber schnell vergessen – dank einer speziellen Salbe, die eigentlich Pferden bei Muskelbeschwerden gegeben wird. Bereuen tue er seinen Entscheidung nicht. „Es ist einfach ein großartiges Abenteuer und ich hätte vor einem halben Jahr niemals gedacht, dass ich mal mit dem Pferd quer durch Deutschland reiten werde.“ Er habe außergewöhnliche Dinge erlebt. Auch Wagner ist von seinen Eindrücken begeistert: „Ich habe ganz neue Ecken meiner Heimat kennengelernt.“ Deutschland sei schöner und freundlicher als man denkt, so die Erkenntnis, die er auf dieser Reise gewonnen hat.

Ihre Hüttener Unterkunft haben die Reiter Teammitglied Thomas Beyer zu verdanken, der mit seinem Pferd Olena dabei ist. Beyer ist mit Thomas Lorenzen befreundet und war schon oft in dessen Reitstall in Oberhütten zu Gast. Zur Begrüßung hielt Lorenzen frisches Stroh und für die Reiter kühles Bier bereit.

„Die Pferde haben jetzt großen Hunger“, erklärt Barbara Ochotta. Die erfahrene Reiterin kümmert sich während der gesamten Tour um die Pferde und ist stets um deren Wohl besorgt. Ihr großes Ziel sei, alle Pferde gesund und munter nach Sylt zu bekommen. „Unterwegs war dreimal der Hufschmied bei uns und ein paar mal der Tierarzt“, sagt Florian Wagner, aber größere Schwierigkeiten habe es nicht gegeben.

Gesternmorgen dann ging die Reise nach Sylt weiter. Für den 10. September ist die Ankunft auf der Nordseeinsel geplant. „Wir werden mit dem Zug übersetzen, weil wir mit den Pferden nicht über das Watt reiten können“, sagt Wilfried Kolb. Er ist Organisator der Aktion und kümmert sich neben den Unterkünften auch um den Transfer über den Hindeburgdamm. Darüber hinaus hat Fif, wie er liebevoll vom Team genannt wird, eine Solaranlage auf einen Anhänger gebaut. Dieser dient den Pferden bei schlechtem Wetter als Schutz. Der Hänger ist mit dem Landrover ständiger Begleiter der Reiter.

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erstellt am 06.Sep.2013 | 06:02 Uhr

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