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Frauen- und Mädchentreff : Von der Wirtschaftsschule zum Mädchentreff

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Carole Winkelhaus ist die neue Leiterin des Mädchentreffs der Beratungsstelle !Via. Die 24 Jahre alte Friesin hat schon viele Pläne, wie sie die Angebote der Einrichtung erweitern möchte.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 06:39 Uhr

Der Mädchentreff Wilde !Via soll in Eckernförde bekannter werden. Das ist nur eines der Ziele von Carole Winkelhaus, die seit September das neue Gesicht bei der Beratungsstelle und dem Treff für Frauen und Mädchen ist.

„Die Menschen sollen wissen, dass nicht nur Mädchen mit Problemen zu uns kommen können“, sagt die 24-Jährige. Es soll ein Ort sein, an dem Mädchen einfach mal unter sich sein können, sich austauschen und eben Mädchensachen besprechen. Um das zu schaffen, möchte die neue Leiterin des Treffs weitere Veranstaltungen und Projekte ins Leben rufen.

Ursprünglich kommt Carole Winkelhaus nicht von der Ost- sondern von der Nordsee. Sie ist in dem kleinen Ort Bockhorn im Landkreis Friesland aufgewachsen. Nach dem Realschulabschluss hat sie es zunächst mit Wirtschaft versucht. Doch auf der höheren Handelsschule wurde ihr schnell klar, dass hier nicht ihre Zukunft liegt. „Ich bin jemand, der Moralvorstellungen hat und der für die Menschenrechte einsteht.“ Mit der profitorientierten Wirtschaft passe dies nicht zusammen.

In Bremen hat sie dann Soziale Arbeit studiert. Erste praktische Erfahrungen konnte sie dort in einer Familieneinrichtung sammeln. Sie gründete eine Bewegungsgruppe und half Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf.

Die Liebe hat sie nach dem Studium dann nach Kiel und schließlich zu !Via geführt. „Mir war klar, dass ich im Frauenbereich arbeiten möchte“, sagt sie. Besonders das Thema Gewalt gegen Frauen interessiere sie. Schon in ihrer Abschlussarbeit hat sie sich mit Migranten in der Prostitution beschäftigt.

An dem Konzept von !Via findet sie besonders wichtig, dass es darum geht, die Frauen in der Gesellschaft langfristig zu stärken. Mit so einer Einrichtung könne sie sich identifizieren.

Ihr nächstes Projekt startet bereits am Freitag. Unter dem Titel „Weltreise“ dreht sich an diesem Tag alles um das Thema Indien. Es wird traditionelles Essen gekocht, Musik gehört, Henna-Tattoos gemalt und über die Rolle der Frau in Indien gesprochen. Beginn ist um 14 Uhr.

Sollte der Tag erfolgreich verlaufen, möchte sie daraus eine ganze Veranstaltungsreihe machen. Auf jeden Fall wird sie weitere kreative Angebote für die Mädchen zusammenstellen und auch schon bald in der Beratung tätig sein.

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