NachtGedanken : Von der Wirklichkeit zum Traum

Vielseitige Kunst auf Carlshöhe: Marlies Biermann, Marina Birkert, Renate Golde und Marion Loh (v. l.) mit ihren Gemälden zum Thema NachtGedanken.
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Vielseitige Kunst auf Carlshöhe: Marlies Biermann, Marina Birkert, Renate Golde und Marion Loh (v. l.) mit ihren Gemälden zum Thema NachtGedanken.

54 Künstler präsentieren unter der Überschrift „NachtGedanken“ ihre Gemälde und Skulpturen in der Galerie Carlshöhe. Die Ausstellungseröffnung findet am 25. Januar statt.

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21. Januar 2015, 06:54 Uhr

Unter dem Titel „EinBlick – NachtGedanken“ präsentiert der Verein Natur und Kultur Carlshöhe vom 21. Januar bis zum 18. März Gemälde und Skulpturen von insgesamt 54 Künstlern. Mit einer Vernissage eröffnet Projektleiterin Marlies Greifenberg (62) am 25. Januar 15 Uhr offiziell die 30. Kunstausstellung in ihrer Galerie Carlshöhe, der mit 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche größten Privatgalerie Schleswig-Holsteins.

Die Idee, der Ausstellung das Leitmotiv „NachtGedanken“ zu geben, kam von einem Vereinsmitglied Anfang des letzten Jahres. „Von dem Thema waren die meisten sofort begeistert, darum wurde mehrheitlich dafür gestimmt“, erklärt Marlies Greifenberg. Ein Jahr lang hatten die Künstler Zeit, sich auf das Thema vorzubereiten. „Ein Jahr klingt viel, aber Künstler setzen sich intensiv mit ihrem Kunstwerk auseinander. Sie gehen ein ganzes Jahr schwanger mit einer Idee, bevor sie diese umsetzen.“ Zudem seien die meisten berufstätig und könnten sich daher nur in ihrer Freizeit der Kunst widmen.

54 der insgesamt 133 Mitglieder des NaKu Carlshöhe präsentieren nun ihre kreativen Schöpfungen in Eckernförde. Marlies Greifenberg koordinierte gestern den Aufbau der Exponate in der Galerie Carlshöhe: „Es hat alles reibungslos funktioniert. Jeder war pünktlich hier, und so haben wir es geschafft, alle Arbeiten in zwei Stunden zu positionieren. Der Dank gilt den Künstlern.“ Doch auch die 62-Jährige wurde für ihren Einsatz gelobt. Vereinsmitglied Markus Feuerstack (57) betonte, es sei „augenscheinlich, warum alles so gut geklappt hat. Bei der positiven Ausstrahlung der Galeristin ist es völlig unmöglich, sich an die Gurgel zu gehen.“

Mit ihrem Bild „Vergänglichkeit“ präsentiert die Psychotherapeutin Marion Loh ihre Idee zum Motto NachtGedanken: „Es ist der Wechsel vom Wach- zum Traumbewusstsein, wenn man einsinkt und erfüllt ist von Hingabe“, beschreibt die 65-Jährige ihr Gemälde aus Rost und Blattgold. Auch Renate Golde (60) hat sich den Oxidationprozess von Flüssigeisen und speziellen Salzen zunutze gemacht, um ihrem Gemälde „Bunte Erde“ einen Rosteffekt zu geben. Das Ensemble aus fünf Leinwandelementen spiegle den Weg vom Alltag in die Träume wider. „Man bewegt sich vom Erdigen weg, nimmt aber immer einen Teil davon in die Träume mit, darum Bunte Erde“, erläutert die Künstlerin aus Hannover unter anderem ihren Einsatz des Materials Sand. Mit dem allmählichen Erwachen aus einem Traum beschäftigt sich Marlies Biermann (60) in ihrem Öl-Gemälde „Tagtraum“. Marina Birkert setzte mit „Morgenröte“ und „Äußerstes Meer“ den eigenen Trauspruch (Psalm 139) in Acryl und Öl um.

Mehr persönliche und kreative Interpretationen der NachtGedanken gibt es in der Galerie Carlshöhe ab 21. Januar zu sehen.

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