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Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 17:41 Uhr

Interview : Von der Praxis auf die Bühne

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wolke 4-Sänger Philipp Dittberner stellte im Kieler Radiozentrum sein neues Album „2:33“ vor / Die EZ-Jugendredaktion traf ihn zum Interview

„Talentiert, ehrlich und nett!“ - so beschreibt man Philipp Dittberner (24) mit drei Worten. Der smarte Berliner ist zwar noch ganz neu im Musikgeschäft, doch schon jetzt ganz groß. Im Januar 2015 hatte er seinen Durchbruch mit dem Song „Wolke 4“, der schon kurze Zeit später, im März, die Top 10 der deutschen Single Charts erreichte. Kürzlich ist sein erstes Album „2:33“ erschienen, das er im Kieler Radiozentrum vorstellte. Mit dabei war auch EZ-Jugendredakteurin Emely Pauline Bleibohm-Neubert.

Als du mit 12 Jahren deine erste bekommen hast, hast du da schon begonnen Musik zu machen?

Bevor ich die Gitarre bekommen habe, war das mit der Musik noch nicht so intensiv. Ich habe in der Grundschule ein bisschen in der Schulband gespielt und musste bei einer Aufführung im Englisch-Unterricht mal etwas singen, weil alle von meiner damals relativ hohen Stimme beeindruckt waren. Das hat mir aber nicht wirklich gefallen. Mit der Gitarre nahm die Musik dann aber immer mehr Platz in meinem Leben ein, und ich wurde langsam älter, spielte in professionelleren Schulbands und gründete auch meine eigenen Bands. So fand ich dann immer mehr Spaß mit der Musik, und alles nahm seinen Lauf.

Du wolltest Physiotherapeut werden. Wie hast du von dort den Sprung zur Musik gemacht?
Der Schritt vom einen zum anderen war eigentlich ganz einfach. Ich habe schon woher lange Zeit Musik gemacht, neben der Physiotherapie. Meist habe ich dann am Tag gearbeitet und mich am Abend und in der Nacht mit der Musik beschäftigt. Mit der Zeit wurde das Interesse an meiner Musik größer. Dann bin ich zu meinem Chef gegangen, und habe gesagt, dass ich nicht mehr komme. Und diese Entscheidung bereue ich keinen Tag meines Lebens.


Woher nimmst du die Inspirationen für deine Songs?
Es ist alles ziemlich ehrlich, was ich schreibe und singe. Es spiegelt mich wider und zeigt wie ich mit Situationen umgehe und sie verarbeite. Und es hat letztlich alles einen sehr engen Bezug zu meinem Leben. Bei mir ist das mit dem Lieder schreiben nicht so, dass mir jemand eine Geschichte erzählt und ich denke „Da muss ich jetzt einen Song drüber schreiben“, sondern dass jedes meiner Lieder ein Teil von mir selber ist.

Was wünscht du dir mit der Musik für die Zukunft?
Ich bin sehr glücklich so wie es jetzt ist, weil ich den Leuten zu gefallen scheine, wie ich bin. Da ich mehr und mehr in den Fokus geraten bin, ist mein Alltag plötzlich ein ganz anderer. Ich sammle viele neue Erfahrungen und erlebe jeden Tag sehr viel. Was mir aufgefallen ist, als ich mein Album geschrieben habe, ist, dass viele Songs darauf schon etwas älter sind und ich sie geschrieben habe, als ich noch mein altes Leben führte. Ich wünsche mir, diesen Nährboden nicht zu verlieren und niemals anders zu werden. Denn so wie ich bin, und nicht eine verstellte Art von mir, sollen die Leute schließlich mögen.

Hast du einen geheimen Tipp gegen Lampenfieber? Oder kennst du so etwas gar nicht?
Ich habe auf jeden Fall auch Lampenfieber. Aber einen richten Tipp dagegen habe ich leider auch nicht. Was nicht schlecht wäre, wären Proben. Aber das ist wohl schlecht möglich. Ich versuche immer möglichst entspannt zu sein und mir zu sagen, dass die Leute ja da sind um mich zu sehen.

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erstellt am 19.Nov.2015 | 17:20 Uhr

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