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Freiwilligendienst mit instrument : Von der Ostsee nach Brasilien und Kolumbien

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zwei Waldorf-Schülerinnen aus Eckernförde und Kosel absolvieren ihren Freiwilligendienst in Südamerika. Dort geben Kindern aus den Elendsvierteln in Sao Paulo (Brasilien) und Cali (Kolumbien) Geigenunterricht.

Nach dem Abitur ins Ausland – dies ist bei vielen Jugendlichen ein beliebtes Ziel. Auch die Waldorf-Schülerinnen Sophia Bookmeyer und Theresa Hübner reisen in ein paar Monaten nach Südamerika, um dort ein Jahr lang freiwillig zu arbeiten. Sophia Bookmeyer geht ins kolumbianische Cali, Theresa Hübner in die brasilianische Stadt São Paulo.

Die beiden freuen sich schon sehr auf ihr bevorstehendes Abenteuer und möchten am liebsten sofort losfliegen. Sophia Bookmeyer reist zum ersten Mal auf den südamerikanischen Kontinent. In Cali wird die 20-Jährige für die Organisation „Escuela para la vida“ (Schule fürs Leben) arbeiten, die dort eine Schule gegründet hat. Dort wird sie den Kindern aus Elendsvierteln vor Ort Geigenunterricht geben. Insgesamt 30 Freiwillige nimmt die Organisation auf, die die Mitarbeiter in Kolumbien bei verschiedenen Projekten unterstützen. Sie kommen aus Deutschland, Japan, Neuseeland, den USA und Kanada. Sophia Bookmeyer ist durch das Projekt „Bambuswald Hoch 10“, bei dem die Menschen lernen, mit Bambus zu bauen, auf die Schule fürs Leben aufmerksam geworden. „Ich wollte unbedingt dort mitarbeiten, deshalb war mein Wunschland erst einmal zweitrangig“, erzählt die Schülerin aus Kosel. Doch nun freut sie sich auf Kolumbien. „Man hört immer nur Negatives über das Land, entweder über Drogen oder über die Guerillas“, sagt sie. Dabei ist sie sicher, dass es dort viel mehr gibt. Am 20. September verlässt sie ihre Heimat in Richtung Südamerika.

Für Theresa Hübner dagegen ist es am 10. August nicht die erste Reise nach Brasilien. Sie hat dort Verwandte und interessiert sich sehr für das Land. Mit den Mitarbeitern der „Associação Comunitária Monte Azul“ wird sie sich in São Paulo um Kinder in den Slums kümmern. Deren Mütter arbeiten den ganzen Tag, um die Familie zu ernähren und vernachlässigen dementsprechend den Nachwuchs. Nicht selten sitzen die Kinder dann vor dem Fernseher oder kommen in Kontakt mit Drogen. Während des einjährigen Aufenthalts wird die 19-Jährige die verschiedenen Einrichtungen der Organisation – darunter ein Kinderheim und ein Heim für drogenabhängige Frauen – kennenlernen und wie Sophia Bookmeyer in einer Musikschule Geigenunterricht geben. „Es ist schön, dass man den Kindern etwas geben kann“, sagt sie.

Nach der mündlichen Abiprüfung werden sich die beiden intensiv auf ihren Freiwilligendienst vorbereiten. Theresa Hübner muss noch an ihrem Portugiesisch arbeiten, Sophia Bookmeyer lernt bereits seit fünf Jahren Spanisch. Für ihren Aufenthalt müssen die Schülerinnen zudem bis zu 2800 Euro Spendengelder zusammen bekommen. Deshalb geben sie mit einigen Mitschülern am kommenden Sonnabend, 24. Mai, im Eurythmiesaal der Waldorfschule Eckernförde ab 16 Uhr ein Benefizkonzert. Wer die jungen Frauen außerdem bei ihrem Aufenthalt unterstützen möchte, kann sich bei Sophia Bookmeyer unter Tel. 0 43 54 / 9 84 08 oder bei Theresa Hübner unter Tel. 0 43 51 / 6 66 94 32 melden.

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erstellt am 20.Mai.2014 | 06:01 Uhr

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