zur Navigation springen

Lebenshilfe : Von der großen Liebe und der Integration

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Lebenshilfe Altenholz feiert Advent im Eivind-Berggrav-Zentrum

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2013 | 06:21 Uhr

„Es ist immer eine der schönsten Veranstaltungen in der Adventszeit“, sagte Pastor Dirk Große vorab im Gespräch. Gemeint war die mittlerweile schon traditionelle Adventsfeier des Ortsvereins Altenholz der „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung“ im Eivind-Berggrav-Zentrum.

„Die Adventsfeier an sich gibt es schon seit über 30 Jahren, in dieser Form, mit einer Theateraufführung, seit gut 20 Jahren“, so die Vorsitzende Doris Bommes, die in ihrer Rede darauf verwies, dass in einer Gesellschaft nach dem Gedanken der Inklusion alle Menschen teilhaben sollen. „Wir müssen behinderte Menschen als Persönlichkeiten ernst nehmen“, so Bommes, die etliche Vertreter aus Politik und Gesellschaft, sowohl aus Altenholz als auch aus den Umlandgemeinden begrüßte, darunter Bürgermeister Carlo Ehrich, den früheren Bürgervorsteher Dr. Volker Clauß und auch Kiels Ehrenbürger und Kommodore des Kieler Yacht Clubs Otto Schlenzka. Altenholz’ stellvertretender Bürgervorsteher Gert Leibauer betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Lebenshilfe sowie deren beispielhafte Arbeit, die von der Gemeinde in diesem sowie auch im kommenden Jahr mit jeweils 3100 Euro unterstützt wird. Tatkräftige Unterstützung erfährt die Lebenshilfe seit vielen Jahren auch vom „Round Table 79“ aus Kiel – sowohl übers Jahr als auch zur jährlichen Adventsfeier. So haben die Mitglieder nicht nur für das Bühnenbild zur Theateraufführung gesorgt, sondern auch für das anschließende gemeinsame Essen. Zudem übergab Präsident Marcus Hofstödter einen Scheck in Höhe von 1500 Euro an Doris Bommes – den Erlös des Getränke- und Spargelsuppenverkaufs zur Kieler Woche.

Bevor aber das Büfett eröffnet wurde, hatten die Mitglieder des Inklusionsclubs der Lebenshilfe ihren großen Auftritt: Das Stück „Everybody finds somebody sometimes“, das Betreuer André Delor nach Ideen der Darsteller umgesetzt hatte, stand auf dem Programm. Ein Stück, in dem es anhand von gespielten Träumen um die große Liebe ging und darum, dass jeder irgendwann mal jemanden findet. Auch wenn sicher niemand Perfektion oder gar Professionalität erwartet hatte, war es beeindruckend zu sehen, wie die Darsteller die Inhalte umsetzten. Eindrucksvoll war es zu sehen, wie die Freude der Darsteller auf das Publikum übersprang. Und das war wohl auch die Hauptsache: die Freude aller Beteiligten an dem gelungenen Abend. Bei den musikalischen Einlagen, die ebenfalls auf Ideen der Darsteller basierten und die von Betreuer Jonas Kybelka am Flügel begleitet wurden, war das Publikum aufgefordert, kräftig mitzusingen.

Einer durfte natürlich bei einer Aufführung am Nikolaustag nicht fehlen – der Namensgeber. Und der kam, gespielt von Sebastian Rätzer vom Round Table, am Ende der Aufführung mit prall gefülltem Sack zu den Schauspielern, bevor dann das Büfett eröffnet wurde.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen