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bonbonkino : Von Bleiwürsten und Gepardentränen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Über 100 Gäste kamen am Freitagabend zum „Bonbonkino“ in den Innenhof der Eckernförder Bonbonkocherei. Insgesamt elf Filme wurden dort gezeigt - und begeisterten das Publikum.

Green Screen hat Einzug in Eckernförde gehalten: Das mittlerweile besucherstärkste Naturfilm-Festival Europas läutete im Innenhof der Bonbonkocherei die Glocke, und über 100 Gäste kamen. Ein lockerer Abend mit kurzen Filmen im „Bonbonkino“ und einer Reihe von süßen und herzhaften Überraschungen wartete auf die glücklichen Besucher. Viele hatten da weniger Glück und keine Eintrittskarte mehr abbekommen – zu schnell war diese reizvolle Veranstaltung ausverkauft gewesen.

Bereits am Eingang zur Bonbonkocherei fühlte man sich verwöhnt. Heidi Broecker und Heide Müller sorgten für eine leckere Begrüßung. Dann ging es daran, einen guten Sitzplatz zu finden. Zwar war es noch trocken, aber doch versuchten alle, einen überdachten Stuhl zu ergattern. Mit den ersten fünf Stuhlreihen im Freien mussten dann die spät Eintreffenden vorlieb nehmen – das ging auch zunächst noch gut.

Heimelig war es in dieser Innenhof-Atmosphäre. Tabletts mit Käsehappen und Körbe mit Laugengebäck wanderten durch die Reihen, die ersten Weingläser wurden geleert, die Gespräche lebhafter, die Vorfreude auf das noch geheim gehaltene Kinoprogramm wuchs. Man wartete auf die Dunkelheit, denn dann konnte man die Filme auf der Leinwand richtig sehen.

Gastgeber des Bonbonkinos waren die „Hausherren“ Hermann Hinrichs und seine Frau Heike Herbst. Gemeinsam mit Festivalleiter Gerald Grote begrüßten sie alle herzlich, es war bald dunkel, – Film ab!

Mit elf Filmen nahm der Abend seinen Lauf, stets moderiert von einem sehr gut aufgelegten, vergnügten Gerald Grote. Ob der einäugige Animations-„Klops“ im Kino Schwierigkeiten mit der 3D-Brille bekommt, oder die taktfeste Blumenband Percussion, Gesang und Unfug betreibt – die Heiterkeit im Publikum nahm schnell zu, und bald kicherten und lachten alle. Der allerkürzeste Film dauerte exakt 14 Sekunden und haute alle um – Gelächter! Es folgte die reine Schönheit – „Freediving“ im Ozean beeindruckte durch elementare Gelassenheit in exquisiten Bildern bei Sphärenmusik.

Bald wurden die Filme jedoch noch ernster und nachdenklicher. Im Animationsfilm „Crossover“ erlebt man mit, was roten Blattwanzen geschieht, wenn sie einer Kreuzspinne begegnen. Besonders beeindruckte der Film über Geparden, der in liebevoller Märchennähe aufzeichnet, warum diese Tiere schwarze Tränenspuren im Gesicht tragen. Eine Geschichte, so emotional und anrührend, dass sie viele Gäste später als die schönste des Abends bezeichneten.

Als eigentlicher Abschluss war „Go to the Dogs“ von Gerald Grote und Klaus Oppermann das ganz große Vergnügen: Ein Dackelwettrennen in Itzehoe, bei dem die Ohren flogen, die Besitzer ausflippten, und die süße Trudi siegt. Nicht zu vergessen – die Langhaardackeldame, die als „Bleiwurst“ zwar auf der Rennbahn steht, aber lediglich in aller Ruhe die Flitzer beobachtet.

Das Publikum war begeistert. „Total toll“, schwärmte Andrea Stephan. Auch Katrin Möbius aus Potsdam fand es „großartig“. Familie Rode aus Preetz gefiel – wie auch Manuela Müller (Sehestedt) – der Gepardenfilm am besten. Und mit Freude sieht man dem Festival entgegen, das am 4. September beginnt.

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