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NEUER FÖJ’LER IN ECKERNFÖRDE : Vom Schwarzwald an die Ostsee

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Samuel Pozsgai aus Freiburg hat am 1. August sein Freiwilliges Ökologisches Jahr im OIC, in der Eichhörnchenschutzstation und bei Green Screen angetreten. Bis Oktober ist er hauptsächlich fürs Naturfilmfestival aktiv.

Eckernförde | Sein erster Eindruck ist mehr als positiv: „Ich bin hellauf begeistert, ich habe das Gefühl, ich passe gut ins Team“, sagt Samuel Pozsgai, neuer FÖJ’ler in Eckernförde. Die Fische im Ostsee Info-Center durfte er bereits füttern. Ihre Aquarien hat der 19-Jährige putzen und die jungen Besucher am Fühlbecken beaufsichtigen dürfen. Der Freiburger ist der Nachfolger von Celia Lose, die am 31. Juli ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beendet hat.

Die Arbeit der FÖJ-Stelle teilt sich in die drei Bereiche Ostsee Info-Center (OIC), Green Screen und Eichhörnchenschutzstation auf. „Samuel kommt in einer Zeit, wo bei uns der Wahnsinn ausgebrochen ist“, verrät Green Screen-Geschäftsführer Markus Behrens in Bezug auf das bevorstehende Naturfilmfestival vom 13. bis 17. September. Tausende Besucher werden dann in der Stadt erwartet, auch der eine oder andere Filmemacher muss betreut werden. Aus diesem Grund arbeite Samuel bis Oktober drei Tage für Green Screen und jeweils einen Tag fürs OIC und für die Eichhörnchenschutzstation, erklärt Koordinatorin Adrienne Günther.

„Samuel muss ziemlich schnell Ortskenntnisse erwerben“, sagt Behrens, „ damit er den ehrenamtlichen Helfern zur Seiten stehen kann.“ Es gilt, alle Schaustätten und die Teamleiter der Ehrenamtler kennenzulernen, sich in die Arbeit von Green Screen einzufuchsen und die Festivalabläufe zu erkunden. Kennenlernen musste er auch den neuen Festivalleiter Dirk Steffens (bekannt als Journalist und TV-Moderator), da seine Familie zu Hause keinen Fernsehapparat hat. „Ich bin offen für alles“, so Pozsgai. Dass er sich für Filmtechnik interessiert, kommt dem jungen Mann aus Baden-Württemberg bei seiner Tätigkeit für Green Screen zugute.

Bisher ist Samuel noch nie an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste gewesen. „Als Kind habe ich häufiger Urlaub mit meiner Familie am Meer gemacht“, verrät der Freiburger, hauptsächlich an der Nordsee und am Mittelmeer. Da stellt sich die Frage, wie ein Schwarzwälder an die Ostsee kommt.

Nach seinem Abitur hat der 19-Jährige per Zufall vom FÖJ gehört. „Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.“ Sein Interesse sei sofort geweckt worden, da er nicht direkt im Anschluss an sein Abitur habe studieren wollen.

Für Tiere habe er sich schon als Kind interessiert. „Wie jedes Kind habe ich im Wasser gekeschert.“ Beworben habe er sich auf Stellen auf Helgoland, Amrum und in Eckernförde. „Eckernförde hat im Vergleich zu den anderen eine coole Seite“, sagt Samuel, „so dass Eckernförde für mich schon vorab Priorität hatte.“

Insgesamt zwölf Bewerber hatte Adrienne Günther zu den Vorstellungsgesprächen für die FÖJ-Stelle eingeladen. Im März stellte Samuel sich in Eckernförde vor. „Für uns sind nicht die Noten ausschlaggebend, sondern es zählen die Motivation der Bewerber und die Tatsache, wie begeisterungsfähig sie sind“, beschreibt die Koordinatorin die Auswahlkriterien. Aufgrund der großen Entfernung habe sie Samuel ein Gespräch über Skype vorgeschlagen, doch der Schüler habe sich persönlich vorstellen wollen. „Er wollte extra aus Freiburg für das Gespräch kommen.Das hat schon Eindruck gemacht“, so Günther. Wichtige Kompetenzen für die Stelle sind Teamfähigkeit und Kommunikation, da der FÖJ’ler in drei verschiedenen Teams tätig ist. Diese Eigenschaften bringt Samuel, der seit fast zehn Jahren Mitglied bei den Pfadfindern ist und jahrelang Theater gespielt hat, mit. „Wir hatten sofort das Gefühl, dass er gut in die verschiedenen Teams passt“, erklärt Adrienne Günther.

Die Eckernförder werden Samuel Pozsgai beim Green Screen Naturfilmfestival kennenlernen, wenn er als Springer an den verschiedenen Orten aushilft.

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erstellt am 09.Aug.2017 | 05:30 Uhr

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