Ministerpräsident im Soundcheck: : Vom Kinderlied bis Coopers „Poison“

Über 200 Besucher wollten am Freitagabend in der Borbyer Kirche den „Soundtrack meines Lebens“ von Daniel Günther hören .
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Über 200 Besucher wollten am Freitagabend in der Borbyer Kirche den „Soundtrack meines Lebens“ von Daniel Günther hören .

Ministerpräsident Daniel Günther war am Freitagabend Premierengast der Nordkirchen-Veranstaltungsreihe „Soundtrack meines Lebens“ in der Borbyer Kirche. Er stellte sieben Titel vor.

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11. Juni 2018, 06:28 Uhr

Eckernförde | Die Evangelische Akademie der Nordkirche hatte ein sehr glückliches Händchen mit der Premierenveranstaltung ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Soundtrack meines Lebens“ am Freitagabend in der Borbyer Kirche. Zu Gast war ein sehr entspannter und gut aufgelegter Ministerpräsident Daniel Günther, der sich in der mit über 200 Besuchern voll besetzten Kirche sichtlich wohl gefühlt hat und viel Persönliches preisgab. Genau das hat die Akademie der Nordkirche auch bezweckt, nur ist diese gelöste und persönliche Atmosphäre nicht auf Knopfdruck zu haben, sondern ist das große Verdienst der handelnden Personen und der positiven Aufnahme des Gehörten durch ein aufgeschlossenes Publikum – beides war am Freitag in Borby in besonderer Weise zu erleben.

Daniel Günther hatte sieben Musiktitel dabei, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, und die ein wichtiger Teil seines Lebens sind. Im Gespräch mit Pastor und Moderator Joachim Kretschmar von der Evangelischen Akademie der Nordkirche erläuterte der 44-jährige Eckernförder in sehr persönlichen Worten seinen Zugang zu dieser Musik, mit welchem Lebensabschnitt sie verbunden sind und welche Personen, Erinnerungen oder Stimmungen er damit im Einzelnen für sich verbindet. Die Zuhörer nahmen regen Anteil an den Ausführungen des Ministerpräsidenten und freuten sich anschließend auch über die Einordnung der Musik in die Zeitgeschichte durch Sven Zimmermann. Der Leiter der Rockschule Russee in Kiel und Mitglied der Band „Godewind“ spielte anschließend die vorgestellten Titel mit seiner Band vor, so dass das Publikum die Worte Günthers noch intensiver nachempfinden konnte.

Daniel Günther hatte folgende sieben Titel mitgebracht und verband sie mit seinem Leben:

>1. Stereoact feat. Kerstin: „Die immer lacht“. Mit seiner kleinen Tochter Frieda auf dem Arm genießt der Ministerpräsident seine Familienzeit, tanzt und singt mit ihr.

>2. Johann Philipp Neumann: „Heilig, heilig, heilig“. Mit diesem Lied verbindet Günther sein Aufwachsen mit der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul in Eckernförde und die Beerdigung seiner Mutter, bei der dieses Lied gespielt wurde.

>3. Johann Pachelbel: Kanon in D-Dur. Dieses Lied wurde anlässlich seiner Hochzeit mit seiner Frau Anke in der St. Peter und Paul Kirche gespielt.

>4. Haddaway: „What is love“. Dieser Song prägte das Ende seiner Schulzeit und die Abitur-Hymne des Jahrgangs.

>5. Alice Cooper: „Poison“. Daniel Günther war aktiver Handballspieler und ist heute immer noch leidenschaftlicher Handball-Fan. Den harten Rocksong nutzte Günther, um sich vor den Spielen „heiß zu machen“ und die nötige, sportlich-faire Aggressivität aufzubauen, um erfolgreich spielen zu können. Einmal, so berichtete er, sei er wegen seiner leidenschaftlichen Anfeuerung seines Teams aus der Halle geflogen.

>6. Charlie Lownoise und Mental Theo: „Wonderful Day“.

>7. Roland Kaiser: „Schachmatt“. Bei diesem Lied haben alle Besucher einschließlich des Ministerpräsident mitgesungen.

Nach knapp zwei Stunden war diese sehr unterhaltsame und vom Konzept und der Persönlichkeit des Gastes lebende Auftaktveranstaltung der Serie vorbei. „Es war ein wirklich launiger und sehr kurzweiliger Abend. Auch Herr Günther hat sich hier sichtlich wohl gefühlt. Es war schön zu sehen, wie die Gäste gerade mit einem Schmunzeln aus der vollbesetzten Kirche kamen. Und die Jugendlichen sind sehr glücklich über die großzügigen Spenden für ihr Buffet von über 800 Euro, die sie für ihre neue „Sound“-Anlage im Jugendraum nutzen wollen“, resümierte der Borbyer Pastor Jan Teichmann nach der Veranstaltung.

Die neue Akademie-Reihe „Soundtrack meines Lebens“ soll zwei Mal pro Jahr an wechselnden Orten stattfinden. Im Herbst wird die Präsidentin des Oberlandesgerichts Schleswig, Uta Fölster, ihren Soundtrack vorstellen. Im Frühjahr 2019 wird dann Bischof Gothart Magaard seinen Soundtrack präsentieren.

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