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Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 02:47 Uhr

Serie : Vom Jugendkeller in die Kirche

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Heute in der Serie „Was macht eigentlich ...?“: Pastor Wilko Teifke, Ansprechpartner für die Jugend im Kirchenkreis Altholstein

In einer Serie besuchen wir Persönlichkeiten, die früher im Dänischen Wohld gewirkt haben und berichten in loser Folge, wie sich ihr Leben verändert hat. Heute in der Reihe „Was macht eigentlich…?“: Wilko Teifke, ehemaliger Vikar der Kirchengemeinde Altenholz.

Er soll eine Jugendkirche auf die Beine stellen: Wilko Teifke ist der neue Pastor, der spezielle Angebote für Jugendliche im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Altholstein entwickelt und organisiert. Zum 1. September hat er seinen Dienst in Neumünster angetreten. Ein weiteres Büro hat er in Kiel. „Ich möchte die Jugendlichen raus aus dem Jugendkeller holen, rein in die Kirche und etwas komplett Neues aufbauen.“ Dazu möchte der 38-Jährige Angebote etablieren, die junge Leute in Kaltenkirchen genauso ansprechen wie in Neumünster oder in der Landeshauptstadt. Keine leichte Aufgabe in einem riesigen Kirchenkreis wie Altholstein, der sich entlang der Autobahnen vom Hamburger Rand bis an die Kieler Förde zieht. Bei diesen Entfernungen kommt eine Jugendkirche an einem Ort nicht in Frage. „Es wird trotzdem keine Rum-Tingel-Kirche werden, die über die Dörfer zieht. Ich stelle mir zwei oder drei feste Orte im Kirchenkreis vor, wo wir Projekte anbieten“, erklärt Teifke.

Was für Projekte das sein werden, will der neue Pastor mit Jugendlichen zusammen erarbeiten. Denn die haben ihn ja schließlich in den Sattel gehoben. Auf einer Synodensitzung im vergangenen Jahr haben Jugendvertreter durchgeboxt, dass eine ganze Pastorenstelle nur für die Jugendkirche eingerichtet wird. Immerhin rund 65 000 Euro jährlich lässt sich das der Kirchenkreis kosten.

Die Jugendlichen haben dem Stelleninhaber gleich auch die Aufgaben mitgegeben: Sie wünschen sich Aktionen mit Eventcharakter, so etwas wie eine Kletterwand in der Kirche, eine LKW-Ladung Sand für eine Freizeit zum Thema Wüste, ein Wochenende zu Liebeskummer oder Schulstress. Das kann sich Jugendkirchen-Pastor Wilko Teifke ganz gut vorstellen. „Ich denke an Projekte, die über ein oder zwei Wochen angelegt sind, mit Musik, Theater und Ausstellungen“, sagt Teifke. Dabei will der Pastor mit Schulen und Kirchengemeinden kooperieren. Die Jugendkirche soll keine Konkurrenz sein, sondern das bestehende Angebot ergänzen. Im Auge hat er vor allem Jugendliche, die sich nicht langfristig binden möchten oder schlichtweg nicht können.

Erfahrungen hat Teifke bereits in Kiel gesammelt, wo er in im Anschluss an sein Vikariat der Emmaus- und der Trinitatisgemeinde die Jugendarbeit wieder mit aufgebaut hat. Initiiert hat er außerdem die Jugendkirche bei der Nacht der Kirchen. Nun freut sich Teifke, dass er seinen Schreibtisch im Jugendwerk Altholstein, im Zentrum kirchlicher Dienste an der Neumünsteraner Anscharkirche bezogen hat. Hin und wieder wird er auch von seiner „Filiale“ am Kieler Klosterkirchhof aus arbeiten. Das kommt dem Vater von vier Kindern gelegen: Mit seiner Familie lebt er weiterhin in der Landeshauptstadt.

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erstellt am 28.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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