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Schüleraustausch : Vom Genfer See an die Eckernförder Bucht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

23 Schweizer Schüler besuchen Peter-Ustinov-Schule / Schulpartnerschaft seit 20 Jahren

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2015 | 13:30 Uhr

Eckernförde | 1122 Kilometer haben 23 Schüler aus Pully, einer kleinen Gemeinde nahe Lausanne am Genfer See, zurückgelegt. Für eine Woche haben sie als Austauschschüler bei Gastfamilien in Eckernförde gelebt. Vor 20 Jahren begann die Schulpartnerschaft zwischen dem Collège-Arnold-Reymond in Pully und der Eckernförder Peter-Ustinov-Schule. Seither wurden 18 Austausche organisiert.

„Unsere Schulpartnerschaft ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Marlyse Graf-Zaugg. 1994 hat die Deutschlehrerin eine Anzeige in der Tageszeitung (taz) geschaltet und nach Austauschschulen in Deutschland gesucht. Fünf Schulen meldeten sich, mit zwei Schulen nahm sie Kontakt auf und schließlich führte die erste Schülerreise nach Eckernförde. Über die Jahre ist ein stabiler Kontakt entstanden. Inzwischen hat das Schweizer Collège drei weitere Partnerschulen in Deutschland. Anfang März haben sie die Eckernförder Schüler mit Lehrerin Nicola Lange in Empfang genommen. „Der Kontrast dieser Gegend – die Berge und das Wasser – haben uns besonders gefallen“, so Nicola Lange.

An dem Austausch beteiligen sich in diesem Jahr auf Schweizer Seite eine 8. Klasse und auf deutscher Seite Schüler aus den 8. und 9. Jahrgangsstufen. Die 3000 Einwohner Gemeinde Pully liegt zwar in der französischsprachigen Schweiz (Romandie), aber in der dreisprachigen Schweiz lernen Schüler ab dem 10. Lebensjahr Deutsch in der Schule – durchschnittlich drei Unterrichtsstunden in der Woche. In Eckernförde wartete ein vielfältiges Programm auf den Schweizer Besuch. Galt es bei einer Stadtrallye zunächst Sehenswürdigkeiten wie die Bonbonkocherei und das Ostsee-Info-Center (OIC) in der Fördestadt zu erkunden, verschlug es die Schüler tags darauf in den Süden: Bei einer Hafenrundfahrt nahmen sie die Hansestadt Hamburg in Augenschein.

Zum Abschluss wurde es gestern an ihrem letzten Tag noch einmal sportlich: Beim gemeinsamen Sportunterricht waren die gewonnenen Sprachkenntnisse gefordert. „Sport ist eine tolle Aktivität, weil die Schüler hier in den gemischten Gruppen gezwungen sind miteinander zu kommunizieren – mit Worten oder Gesten“, so Graf-Zaugg. Reichten den Französisch- oder Deutschkenntnisse nicht aus, habe sie sich mit ihrer Austauschpartnerin Matilde (13) mit Englisch beholfen, sagt Lena (15). Heute geht es nun wieder zurück in die Heimat.

 

 

 

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