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Straßenbau : Vollsperrung für neue Asphaltdecke nach Karlsminde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erste neue Asphaltdecke für die Straße nach Karlsminde aufgebracht / Vollsperrung noch bis Freitagnachmittag

von
erstellt am 11.Mai.2017 | 06:27 Uhr

An der Zufahrt zur Straße Karlsminde stehen die Lkw Schlange. Vollbeladen mit Asphalt warten die Fahrer darauf, über Funk an die Asphaltmaschine gerufen zu werden. Seit Mittwochmorgen wird auf dem rund 1,75 Kilometer langen Straßenstück mit dem Einbau einer neuen Tragschicht begonnen. Noch bis Freitagmittag ist die Zufahrt zum Campingplatz und den Ferienhäusern voll gesperrt.

„Es läuft alles nach Plan“, sagt Einbaumeister Uwe Köster von der Firma Depenbrock. Am Dienstag war die alte Fahrbahn mit Asphaltkleber besprüht worden. Dieser war über Nacht getrocknet. Mittwoch rollten die schweren Sattelschlepper mit 180 bis 200 Grad Celsius heißem Asphalt aus dem Asphaltwerk Owschlag an. Damit der Asphalt heiß bleibt, sind die Ladeflächen in eine dicke Isolierung eingepackt und die Ladung ist mit einer Decke gegen Abkühlung abgedeckt. Drei Touren hatte gestern Sattelzugführer Holger Hensen auf dem Zettel. Da es auf der Strecke nur eine Wendestelle gibt, mussten die Fahrer ein langes Stück rückwärts fahren. „Das ist kein Problem für uns“, sagt Hensen.

Das heiße Material wurde in einen Asphaltfertiger eingeführt und auf der gesamten, unveränderten Fahrbahnbreite eingebaut. „Wir bauen fünf Meter pro Minute ein“, berichtet der Einbaumeister. Mit einer Walze wurde die Schicht auf rund sechs Zentimeter verdichtet. Zum Abschluss erhielt die neue Tragschicht abends erneut einen Überzug mit Asphaltkleber. Heute wird die nur drei bis vier Zentimeter mächtige neue Verschleißschicht aufgetragen, erklärt Einbaumeister Uwe Köster. Am Freitag schließlich sind noch Randarbeiten und Anschlüsse der neuen Fahrbahn vorgesehen. Dabei wird die Bankette an das neue, höhere Niveau der zuvor nicht abgefrästen Fahrbahn angepasst. Nach Plan soll die Vollsperrung im Laufe des Freitagnachmittags aufgehoben werden.

Hauptanlieger und Campingplatzbetreiber Philipp Hoff ist froh über den reibungslosen Ablauf der Arbeiten. Er habe von keinen Problemen der Anlieger oder Camper gehört, sagt er auf Nachfrage der EZ. Es hätten wohl am Dienstag noch einige versucht, mit dem Fahrzeug durch zu fahren. Als sie aber bemerkten, dass der Kleber aufgetragen war, gab es wohl Vollbremsungen, berichtet Hoff.

Die Gesamtkosten des Vorhabens wurden im Vorfeld auf 450  000 Euro angesetzt. Das Vorhaben wird mit rund 160  000 Euro aus EU-Mitteln aus dem Agrarbereich zur Förderung des ländlichen Raums bezuschusst.

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