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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 03:14 Uhr

Integration : Volle Ränge beim Integrationscup

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schülervertretung organisiert Fußballturnier für Deutsche und Asylsuchende / Wiederholung des Flüchtlingscup im nächsten Jahr geplant

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2016 | 06:43 Uhr

Altenholz | Seit knapp vier Monaten plant die Schülervertretung (SV) des Gymnasiums Altenholz den 1. Integrativen Flüchtlingscup. „Wir haben anfangs die Herausforderung etwas unterschätzt“, erklärte Kira Kock, die Sprecherin der SV. Doch mit Blick auf die acht Teams mit jeweils elf Spielern freute sie sich, dass sie und ihre Kollegen die Strapazen gemeistert haben. „Unsere Vertrauenslehrer haben uns dabei sehr unterstützt“, sagte sie. Lehrerin Grit Sebastian lobte die große Eigenständigkeit der Schüler. „Ich und mein Kollege Mirco Küschel haben eigentlich nur beraten und mit der Schulleitung gesprochen“, verriet die Lehrerin.

Und es wurden viele Gespräche geführt und Famila, Bäckerei Leefsen, Steiskal und Bäckerei Günther als Sponsoren für die Verpflegung gewonnen. „Dank ihrer Hilfe haben alle Spieler freie Getränke und etwas zu essen“, sagte Kock. Die Firma Vossloh spendete Fußbälle, von denen jeder Spieler am Ende einen erhält. Mit der Regionalschule wurde ein Hallentausch für die Dauer des Turniers vereinbart. „Die Schulleitung der Regionalschule hat uns ebenfalls toll unterstützt“, sagte Kira Kock.

Die acht Teams bestanden sowohl aus Schülern, als auch aus Flüchtlingen. „Die Zusammenarbeit von Schülern und den Flüchtlingen ist ein tolles Bild der Integration“, lobte auch Bürgermeister Carlo Ehrich in seiner Rede am Anfang des Turniers. Doch der gute Gedanke war beim Anpfiff, jedenfalls für die Spieler, kurzzeitig vergessen. Jedes Team wollte gewinnen und von den Rängen gab es für jede gelungene Aktion Applaus und Sprechchöre. Trotzdem ging der Spaß nie verloren und nach den Spielen tauschten sich die Schüler und die Asylsuchenden über Taktiken aus und lachten viel.

Besonders die Flüchtlinge freuten sich über die volle Halle und die beeindruckende Unterstützung durch Lehrer und Schüler. „Dass so viele kommen hatten wir nicht gedacht“, sagte Kock. Den Lehrern stand es frei, ihren Unterricht in die Halle zu verlagern. „Bei einigen war das leider nicht möglich, denn wir schreiben momentan viele Klausuren“, sagte Kock.

Am Ende des Turniers erhielt zudem jeder Teilnehmer eine Medaille. „Auch im nächsten Jahr wollen wir den Flüchtlingscup wieder veranstalten“, sagte Kock. Viele Sponsoren hätten schon Interesse angemeldet. Mit Musik wurden die Spiele untermalt und die Tore per Beamer auf eine Leinwand geworfen. „Bei der Beschriftung haben wir von der SV drauf geachtet, dass alle Schilder auch auf Arabisch sind“, sagte Kock. Denn wie auch Carlo Ehrich sagte: Integration ist keine Einbahnstraße. Beide Seiten können voneinander lernen.

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