zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 05:22 Uhr

Volkslieder in freier Natur

vom

90 Sänger beim Volksliedersingen in der Waldkirche im Hüttener Forst

Hütten | Die Volksliedersänger vom Aschberg singen wieder unter freiem Himmel. Zwar dauern die Bauarbeiten für das neue Globetrotter-Zentrum auf dem Aschberg noch an (wie mehrfach berichtet, siehe auch Bericht unten auf dieser Seite), aber nachdem die Sänger im vergangenen Jahr in der Hüttener Kirche ihre Lieder anstimmten, kamen sie am Wochenende in der Waldkirche im Hüttener Forst zusammen. "Es ist ein Fortschritt gegenüber dem vergangenen Jahr", sagte Frank Boysen und betonte: "Ohne Förster Thomas Kahn hätte es nicht geklappt." Er habe für die Stromversorgung gesorgt sowie Strohklappen zum Sitzen in den Wald gebracht und so die Veranstaltung ermöglicht. Boysen begleitete die 90 Sänger auf seiner Gitarre. Musikalisch unterstützt wurde er von seiner Frau Birte und Rike Früchtenicht.

Einen Vorteil gegenüber dem Aschberg habe die Waldkirche: Durch die Kessellage und die Bäume drumherum bleibe der Schall im Raum. Die Folge: Die Sänger hören sich besser. "Die Lieder gehören in die Natur", sagte Dietrich Dünkel aus Brekendorf und auch seine Frau Brigitte meinte: "In der Natur ist es richtig toll."

Ins Leben gerufen wurde das mittlerweile traditionelle Aschbergsingen, das in diesem Jahr zum 30. Mal stattfand, von Jochen Senft. Nach dessen Tod im vergangenen Jahr hatte Boysen das Singen weitergeführt, der die Veranstaltung bereits seit 2009 zusammen mit Senft organisiert hatte. Das Aschbergsingen sei eine wichtige und wertvolle Tradition, die aufrechterhalten werden müsse, sagte Boysen und betonte: "Volkslieder verbinden Menschen mit der eigenen Kindheit und mit der Natur. Sie stiften Gemeinschaft."

Gemeinsam stimmten die Sänger Lieder wie "Auf du junger Wandersmann", "Im Frühtau zu Berge" und "Dat du min Leevsten bist" an.

Auch Frank Boysens Lieblingsvolkslied "Ein Jäger aus Kurpfalz" durfte nicht fehlen. "Das Lied ist fröhlich, beherzt und sehr rhythmisch", sagte Boysen. Er singe gerne Volkslieder und habe größte Freude daran. Echte Volkslieder handelten von Liebe, Abschied und Tod. "Sie rühren zentrale Themen menschlicher Existenz an", so Boysen.

Karl-Heinz Richter kennt Volkslieder schon aus seiner Kindheit. In der Schule habe er sie schon gesungen, sagte der Ascheffeler. Dass die Veranstaltung unter freiem Himmel stattfand, gefiel ihm sehr gut: "Volkslieder sind naturverbunden", sagte er. "Sie gehören in die Natur."

Frank Boysen ist zuversichtlich, dass das Volksliedersingen im nächsten Jahr wieder auf dem Aschberg stattfinden kann.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen