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aktion : Vogelwelt wird aktiv – Nistkästen jetzt reinigen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Nabu Eckernförde betreut 130 Nisthilfen im Stadtgebiet. Noch können Privatleute selbst Nistkästen aufhängen.

Eckernförde | Überall ist bereits Vogelgezwitscher zu hören, die Temperaturen steigen, der Frühling kündigt sich langsam an. Es wird nur noch einige Tage dauern, bis die Vögel mit dem Nestbau beginnen. Höchste Zeit also für die Mitglieder des Nabu Eckernförde, sich um die zukünftigen Brutstätten von Meise, Zaunkönig, Bachstelze, Eule, Schellente oder auch Eisvogel zu kümmern. „Es wird höchste Zeit, die Nistkästen sauber zu machen“, sagt Jürgen Schmidt vom Nabu Eckernförde. 130 Nistkästen betreut der Nabu, die sich auf das gesamte Stadtgebiet verteilen. Gemeinsam mit dem Gebietsbetreuer Schmidt (77) waren Anja und Felix Rolf sowie Manfred Bach bereits seit Ende Februar unterwegs, um die Nistkästen zu reinigen. Denn „das alte Nest muss raus. Nisthilfen, in denen sich noch das alte Nest befindet, werden nicht wieder angenommen“, sagt Jürgen Schmidt.

Das wichtigste Hilfsmittel bei der Reinigungsaktion ist die Leiter, da die Nistkästen in einiger Höhe hängen. Unter den 130 Exemplaren befinden sich drei ganz besondere, bei denen es sich um Nachbildungen eines Prallufers eines Baches handelt. Diese bevorzugt der Eisvogel für sein Brutgeschäft. „Diese fünf bis sechs Zentner schweren Nistkästen reinigen wir nur, wenn sie bewohnt waren“, erklärt Schmidt. Dass Nisthilfen für die Vögel unerlässlich sind, zeigt die Zahl der bewohnten Kästen. „67 Prozent unserer Nisthilfen waren erfolgreich belegt, das heißt, dort wurde gebrütet“, zieht Schmidt eine positive Bilanz. Durch Wärmedämmung an den Häusern wird den Halbhöhlenbrütern, wie zum Beispiel der Bachstelze, Lebensraum entzogen, da sie unter dem Dachgebälk keinen Platz mehr für ihren Nestbau vorfinden. Der Vogelfreund, der über einen Privatgarten verfügt, kann den Vögeln mit einem Nistkasten eine echte Alternative anbieten. „Es ist noch nicht zu spät, Nistkästen in privaten Gärten aufzustellen“, so Schmidt.

Nabu Nistkästen sind im Domslandmoor, Rotmoor, Am Eimersee und in Eckernförde Süd am Gossee aufgestellt. Die Nistkästen im schwierig zugänglichen Gelände habe man abgenommen. Da sich ohnehin nur wenige der 670 Mitglieder an der Nistkastenaktion beteiligten, habe er den wenigen Aktiven ein Versinken im Schlamm nicht zumuten wollen, sagt Schmidt. Diese Kästen werden in Kürze in leichter zugänglichem Gelände aufgehängt.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 06:18 Uhr

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