Virtuelle Stadtführung durch Kiel

Kiel virtuell von zu Hause aus besuchen: Das ist die Idee hinter den neuen Videoclips von Kiel-Marketing.
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Kiel virtuell von zu Hause aus besuchen: Das ist die Idee hinter den neuen Videoclips von Kiel-Marketing.

Original Uwe Trautsch nimmt die Zuschauer mit auf eine interessante und informative Reise durch die Landeshauptstadt

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27. April 2020, 11:06 Uhr

Kiel | Die virtuelle Stadtführung durch die Landeshauptstadt beginnt an der Kieler Hörn. Von der Gablenzbrücke aus fliegt der Betrachter übers Wasser in Richtung Schwedenkai. „Kiel. Stadt an der Kieler Förde. Olympiastadt. Segelstadt. Universitätsstadt. Werften und am Nord-Ostsee-Kanal gelegen“: Stadtführer Uwe Trautsch, ein echtes Kieler Original, nimmt die Zuschauer mit auf eine digitale Reise durch die Vielfalt der nördlichsten Großstadt Deutschlands.

Der Zuschauer erfährt, dass das Wahrzeichen der Stadt – der Kieler Rathausturm – mit 106 Metern bundesweit der höchste Rathausturm ist. Er lernt, dass die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Jahr 1665 in der St.-Nikolai-Kirche am Alten Markt gegründet wurde und dass der Kleine Kiel ehemals tatsächlich ein Arm der Kieler Förde war. Es geht mit Uwe Trautsch außerdem durch die Dänische Straße, laut dem Stadtführer einer der wenigen Orte Kiels, an dem man noch echtes Altstadt-Flair genießen kann. Er nimmt einen weiter mit in den Klosterhof – ein Ort der Stille inmitten des Zentrums.

Wenn schon kein Urlaub in der Landeshauptstadt möglich ist, dann wenigstens ein digitaler Rundgang, dachte sich das Team vom Stadtmarketing und produzierte kurzum die Filme inklusive Drohnenaufnahmen. „Die virtuellen Besucher erwartet in den Videos von etwa fünf Minuten Länge ein touristisches Kieler Highlight. Das Schöne daran ist, dass immer ein Experte oder eine Expertin durch das Video führt“, so Theresa Carstensen, die das Projekt bei Kiel-Marketing leitet.

Natürlich spielt auch die Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs eine Rolle in der digitalen Version der Stadtführung – genauso wie der Wiederaufbau. Die St.-Nikolai-Kirche zum Beispiel wurde von dem Hamburger Architekten Gerhard Langmaack in den 50er-Jahren wiederaufgebaut.

Uwe Trautsch nimmt einen außerdem mit an den Museumshafen, wo es natürlich um die Schiffe und Kräne geht. Für Seefahrt-Liebhaber gibt es noch einen eigenen Clip über das Schifffahrtsmuseum. Auch hier führt eine echte Expertin den Zuschauer vorm Bildschirm zu Hause durch die Ausstellung in der ehemaligen Fischauktionshalle. Die Kuratorin Dr. Sandra Scherreiks kommentiert den virtuellen Museumsbesuch. Am 15. März hätte die neue Ausstellung eigentlich eröffnen sollen, erzählt sie und führt den Besucher zu den verschiedenen Exponaten.

„Kiel zu besuchen: Das lohnt sich immer“, sagt Trautsch am Ende des kleinen virtuellen Rundgangs, der einen kleinen Vorgeschmack auf seine ansonsten zweistündige Führung geben soll. Er hofft jetzt, dass auch bald wieder reale Besuche möglich sein werden. Bis dahin gibt es erst einmal Gutscheine für seine Stadtführung zu kaufen. Außerdem sind bereits weitere Clips in Produktion und Planung, um die Landeshauptstadt vom Sofa aus erlebbar zu machen. Ein Blick hinter die Kulissen der Hansekogge sei laut Kiel-Marketing bereits fast fertig.

> Die Videos in die virtuelle Welt der Kieler Stadtgeschichte und der Gang durch das Schifffahrtsmuseum sind auf der Website von Kiel-Marketing unter www.kiel-sailing-city.de oder auf dem YouTube-Kanal zu finden.

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