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Achtung !! : Viren in falschen Telekom-Rechnungen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Trotz gut gemachter Fälschung fiel Hans Köhler aus Fleckeby nicht auf die gefährliche Mail herein. Falsche Rechnungen enthalten gefährliche Software.

von
erstellt am 23.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Hans Köhler wurde gleich skeptisch, als die Rechnung bei ihm im Mailordner auflief. 126,56 sollte der Fleckebyer an die Deutsche Telekom überweisen. Zahlungsrückstände für den Monat April – so stand es in dem Schreiben, das auf den ersten Blick wie eine Original-Rechnung seines Telefonanbieters aussah. „Der rosafarbene Schriftzug, die Unterschrift, alles passte und glich den Rechnungen, die ich sonst auch bekomme“, sagte Köhler. Doch in den vergangenen Monaten waren es immer so um die 40 Euro, die Köhler zu bezahlen hatte und für den Monat April wurde bereits abgebucht. Zudem sollte er für weitere Informationen einen Anhang herunterladen, auch das war unüblich. „Als ich mir den Absender anschaute, war mir alles klar“, so Köhler. Zwar erschien dort die Telekom, aber mit einer E-Mail-Adresse, die einfach nicht passte. Hans Köhler fand schließlich heraus, dass diese Mailadresse zu einer Schule in Monheim am Rhein gehörte.

Hans Köhler habe versucht, die Telekom über die ominösen Mails zu informieren, doch in der Hotline schien man sich nicht besonders dafür zu interessieren.

„Leider sind immer wieder gefälschte Mails im Umlauf“, sagte Philipp Schindera von der Pressestelle der Deutschen Telekom auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung. Auch wenn sie optisch gut gemacht sind, sei auffällig, dass die Anrede fehle, teilte er mit. „Unsere Schreiben sind immer persönlich an den Kunden gerichtet“, betonte Schindera. Außerdem hätten die Originalmails eine Kunden- und Rechnungsnummer

Oftmals würden Rechner, die sich einen Troyaner eingefangen hätten, Massenmails verschicken. Die Eigentümer, wie in dem Fall die Schule in Monheim, würden nicht mitbekommen, dass ihre Rechner „gekapert“ und damit zur Datenschleuder werden.

Schindera rät allen Empfängern von verdächtigen Mails, diese zu löschen. Der Link sollte auf keinen Fall geöffnet werden, denn damit installiere sich ein Trojaner als Schadprogramm auf dem Rechner oder Smartphone.

Aber die Telekom scheint nicht das einzige Unternehmen zu sein, das kopiert wird. Einen Tag nach dem Eingang der gefälschten Rechnung rief Hans Köhler erneut bei uns in der Redaktion an: Nun fand er eine Vodafone-Rechnung im Mailordner – ebenfalls eine Fälschung.

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