131.000 Euro für die Waabser Kirche : Vierter Bauabschnitt in der Marienkirche – neu aus einem Guss

Noch laufen die Sanierungen in der Marienkirche. Planerin Katia von der Heydt (v.l.) und Architekt Yves Kerschkamp haben Pastorin Peggy Josefine Kersten und Arne Heinrich von der Kirchengemeinde während der Arbeiten begleitet.
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Noch laufen die Sanierungen in der Marienkirche. Planerin Katia von der Heydt (v.l.) und Architekt Yves Kerschkamp haben Pastorin Peggy Josefine Kersten und Arne Heinrich von der Kirchengemeinde während der Arbeiten begleitet.

Wiedereröffnungsgottesdienst am 13. September. Weitere Spenden für 4. Sanierungsabschnitt nötig.

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21. Juli 2020, 16:09 Uhr

Waabs | Ein völlig neues Raumgefühl erwartet die Besucher der Waabser Marienkirche, wenn diese am 13. September mit einem feierlichen Eröffnungsgottesdienst wieder zugänglich ist. Seit dem 11. Mai ist das rund 600 Jahre alte Gebäude für den inzwischen vierten Sanierungsabschnitt gesperrt.

Das Altarraumgestühl ist bereits nach dem neuen Farbkonzept (grau/grau/rot) gestrichen. Die Kirchbänke werden noch ebenso gestrichen und erwarten die Besucher dann mit neuen rotfarbigen Sitzpolstern.
Dirk Steinmetz
Das Altarraumgestühl ist bereits nach dem neuen Farbkonzept (grau/grau/rot) gestrichen. Die Kirchbänke werden noch ebenso gestrichen und erwarten die Besucher dann mit neuen rotfarbigen Sitzpolstern.
 

Nach Dach, Dachstuhl, Mauerwerk, Traufe und Freilegung der Fresken im Altarraum wird derzeit der Kirchen-Innenaum umfangreich saniert. Dabei wurden sämtliche Wandbilder, Holzfiguren und Kunstgegenstände entfernt, damit Maler und Dekorateure Decken, Wände und das Kirchenmobiliar säubern und neu streichen können.

Dankbarkeit für Spenden

131.000 Euro werden für den 4. Abschnitt kalkuliert, wie Arne Heinrich, Beauftragter des Kirchengemeinderates Schwansen und Mitglied im Waabser Ortsbeirat, berichtet. Sie seien sehr froh und dankbar, dass es gelungen war, dank vieler Spender und auch Zuschüssen, so der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (20.000 Euro) und des Fördervereins Marienkirche (16.000 Euro), das große Projekt zu Ende zu führen, sagt Pastorin Peggy Kersten.

Spenden für die Sanierung der Doppelfigur „Marienkrönung“ werden noch benötigt.
privat
Spenden für die Sanierung der Doppelfigur „Marienkrönung“ werden noch benötigt.
 

„Seitdem ich in Waabs bin, war das Thema Kirchensanierung immer präsent“. Der aktuelle Masterplan geht auf ein Gutachten aus dem Jahr 2014 des Kieler Architekturbüros Schwinghammer zurück.

Seit 2016 wird saniert

Gebaut und saniert wird seit 2016. Auch wenn man nun mit dem Termin der Eröffnungsfeier am Tag des Denkmals das Ende der Sanierung festgeschrieben habe, so fehlen noch ein paar Tausend Euro, wie die Pastorin einräumen muss.

Die Fresken waren 2018 abschließend freigelegt worden. Zudem wurden dimmbare Lampen installiert.
Dirk Steinmetz
Die Fresken waren 2018 abschließend freigelegt worden. Zudem wurden dimmbare Lampen installiert.
 

Dabei gehe es um Kunstgegenstände, die aufgrund der Arbeiten ausgelagert wurden. Dank finanzieller Mittel des Fördervereins können sechs aus dem 17. Jahrhundert stammende Marienfiguren bei Restauratoren saniert werden.

Weitere Spenden erhofft

Ebenso gelte dies für vier hölzerne Emporenbilder und für zwei Stifterbilder, wobei hierfür noch insgesamt 6.900 Euro fehlen. Hier hoffen Kersten und Heinrich auf die Waabser, die sich mit Spenden an der Restauration, beispielsweise der Doppelfigur der Marienkrönung, beteiligen wollen.

Dadurch, dass die Objekte für die Wandsanierung in jedem Fall demontiert werden mussten, könne man etliche Kosten sparen, und es mache Sinn zu restaurieren, so die Pastorin. Sie freut sich auf den September, wenn die Kirche frisch und sauber aus einem Guss erscheint.

Gute Zusammenarbeit

Katia von der Heydt und Architekt Yves Kerschkamp vom Büro Schwinghammer begleiten die Sanierung und sind froh über die gute Ausführung. Das Büro hätte Jahrzehnte lange Erfahrung mit der Sanierung im Bestand, so Kerschkamp.

„Wir sind sehr froh über das Büro“, so Heinrich, es hätte stets sehr gute Kostenpläne erarbeitet, die es ihnen erleichtert hätten, Spenden und Zuschüsse einzuwerben.

Spenden sind  willkommen auf Konto: IBAN: DE55 2105 0170 0007 3055 01

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