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3. Handball-Liga : Vier-Tore-Führung reicht Owschlager Kücken nicht zum Sieg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 07.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Fast wäre dem TSV Owschlag in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen im Spiel gegen die TSG Wismar ein Heimsieg gelungen. Die Mannschaft von Trainer Rainer Peetz führte in der 40. Minute mit vier Toren, musste sich am Ende aber doch noch knapp mit 27:29 (13:13) geschlagen geben. „Vor der Partie hätte ich jede Niederlage unter zehn Toren sofort unterschrieben“, gesteht Peetz, der personell gebeutelt ohne linke Rückraumspielerin auskommen musste.

Am Freitag hatte sich Franziska Peters krank abgemeldet. Da Jill Sievert verletzt ist, musste Peetz einmal mehr kreativ sein, und sein Team umbauen. Svenja Zadow nahm nach wenigen Minuten die Position im linken Rückraum ein, und konnte durchaus überzeugen. Die Gäste, eine Mannschaft, die mit großen Ambitionen in die Saison gestartet war, konnten es nicht ausnutzen, dass die jungen Owschlagerinnen sich auf teilweise fremden Positionen erst finden mussten. Kein Team setzte sich mit mehr als mit einem Tor ab. In die Pause ging es mit einem 13:13.

Aus der Kabine kamen die Gastgeberinnen mit viel Schwung. Angefeuert von den Einlaufkindern, die E-Mädchen aus Hohn und Owschlag, legte Alke Trceziok die 14:13-Führung vor. „Was wir bis zur 40. Minute gezeigt haben, war natürlich stark“, sagt Peetz. Seine Schützlinge erspielten sich beim 22:18 sogar eine Vier-Tore-Führung. Erst jetzt reagierte der Gast auf die treffsichere und unermüdlich antreibende Greta Stolley. „Wir konnten die kurze Deckung gegen Greta nicht mehr beantworten und haben dann auch zu viele Fehler gemacht“, so Peetz. Die TSG holte auf, und nun zeigte sich eben doch, dass Owschlag eine sehr junge und unerfahrene Mannschaft auf der Platte hatte. „Manchmal fühle ich mich eher wie ein Ausbildungstrainer, und nicht wie ein Trainer in der 3. Liga“, sagt Peetz. Fünf Minuten vor dem Ende lag die TSG wieder in Führung und ließ sich diese nicht mehr abnehmen.

Die Bilanz von Peetz fiel geteilt aus. Zum einen freute er sich natürlich, dass seine „Kücken“ lange Zeit so gut mithielten. Doch die Ernüchterung, dass es in der entscheidenden Phase mit den Eigengewächsen gegen routinierte Gegner eben noch nicht reicht, ist auch da. „Wir lernen auf hohem Niveau“, sagt der Owschlager Coach, der zudem noch von der Verletzung von Torhüterin Janine Becker (Foto) geschockt wurde. Nachdem sie eingewechselt wurde, verdrehte sich Becker gleich bei der ersten Parade ihr Knie. „Dieses Spiel war ein riesengroßes Auf und Ab“, sagt Peetz.



TSV Owschlag: Becker, Wichelmann, Fasold – Ewert (3), Trceziok (4), Stolley (11), K. Meenke (2), Rohwer, Steffek, Stachowski (1), Behrend (2), Küppers, Zadow (4).

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