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Straßenbau : Vier Tage Vollsperrung für Karlsminde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zufahrt zu Campingplatz und Ferienhäusern in Karlsminde vom 9. bis 12. Mai für Asphaltarbeiten voll gesperrt

von
erstellt am 04.Mai.2017 | 06:27 Uhr

Waabs | Die  Zufahrt zum Campingplatz  Karlsminde und zu den rund 110 Ferien- und Mitarbeiterhäusern in Karlsminde wird in der kommenden Woche durch eine Vollsperrung stark eingeschränkt. In die  Zufahrtsstraße nach Karlsminde werden eine neue Trag- und Deckschicht eingebaut.  Anders als zunächst vorgesehen, wird die Vollsperrung nur von Dienstag, 9. Mai, 7 Uhr bis Freitagmittag, 12. Mai, erfolgen. Während dieser Zeit aber sind Zufahrt oder Zugang von der L 26 aus weder mit dem Pkw, noch dem Fahrrad oder zu Fuß möglich.

Campingplatzbetreiber Familie Hoff hatte die Camper und Anwohner auf die mehrtägige Sperrung der Zufahrt zum Platz und den Ferienhäusern bereits im Winter hingewiesen. „Schon zur Saisonbegrüßung erhielt jeder Gast ein Infoblatt mit der Ankündigung für die Vollsperrung, um sich vorzubereiten“, berichtet Philipp Hoff. Als der Termin für die Vollsperrung genau bekannt war, verteilte Renate Hoff erneut ein Info-Schreiben an die Haushalte. Unterstützt von der Bauabteilung im Amt Schlei-Ostsee war den Anliegern der Umfang der Arbeiten, die Dauer und die Verkehrseinschränkung bekannt gemacht worden. Sie hätten mit Verständnis reagiert, so Renate Hoff. „Lässt sich eben nicht ändern“, ergänzt ihr Sohn Philipp.  Bewusst wurde eine Woche nach Ostern und dem Mai-Feiertag  und vor Himmelfahrt gewählt, weil in dieser Zeit relativ wenige Urlauber vor Ort seien.

„Die Sperrung macht keine Probleme“, meint Helmut David. Er ist Anlieger im Hyeholz. Er vergleicht die nur wenige Tage dauernde Einschränkung mit starken Schneeverwehungen im Winter. „Dann hat man den Kühlschrank voll, kein Problem“, meint der Rentner, der seit 1957 in Karlsminde zunächst Dauercamper war und seit 1983 ein Haus im Hyeholz besitzt. Er sieht der Verkehrspause entspannt entgegen. „Für den Notfall ist auf jeden Fall eine Zu- und Abfahrt sichergestellt“, ergänzt Philipp Hoff. Auch wer zur Arbeit oder zur Schule kommen müsse, für den sei eine Lösung gefunden worden, berichtet Hoff von den Vorplanungen, auch für die Müllabfuhr und die Zeitungszustellung. Ganz gleich wann im Jahr sie die Vollsperrung gemacht hätten, irgendeiner wäre immer betroffen. Letztlich habe sich jeder auf die Einschränkung einstellen können. Camper und Ferienhausbesitzer bekämen dafür eine neue Fahrbahn, für die sie  noch nicht einmal bezahlen müssen. Als Hauptanlieger wird vor allem Hoff über die Straßenausbaubeitragssatzung an den Kosten beteiligt.  

„Es lässt sich nicht ändern, da der Einbau des Asphalts nur unter Vollsperrung möglich ist“, betont Besim Shabani, Vorarbeiter der ausführenden Firma Depenbrock.  Bereits in dieser Woche  hat die Tief- und Straßenbaufirma mit vorbereitenden Arbeiten begonnen. So wurde bereits ein rund 150 Meter  langer Gehweg aufgenommen und auch Muldensteine entlang der Fahrbahn entfernt. Sie werden später neu angelegt. Das ist nötig, da die neue Fahrbahn auf 1,75 Kilometer Länge insgesamt zehn Zentimeter höher wird.  „Es wird nichts abgefräst“, erklärt Jan Andresen, Bauingenieur des Amtes, das Vorhaben.  Der Fahrbahnuntergrund sei gut, es gebe nur wenige Absackungen.  Es werde eine sechs Zentimeter starke Deckschicht und eine vier Zentimeter starke Verschleißdecke aufgebracht. Schließlich werden die Banketten an das neue Niveau der Fahrbahn angepasst.  Breiter wird die Fahrbahn nicht.

Als Gesamtkosten sind 450000 Euro angesetzt. Das Vorhaben wird mit rund 160000 Euro aus EU-Mitteln aus dem Agrarbereich zur Förderung des ländlichen Raums bezuschusst. Darüber hinaus werden Anlieger, im wesentlichen ein Anlieger,  an den Ausbaukosten beteiligt. Den Rest trägt die Gemeinde Waabs, erläutert Andresen.

Im Vorfeld der Straßenarbeiten fanden bereits umfangreiche Flurvermessungen  statt, um die Eigentumsverhältnisse an der Fahrbahn durch Flächenkauf und -tausch zu klären. Dirk Steinmetz

 

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