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Vier lange und bunte Kulturnächte im grauen November

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 16.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Das Kulturleben in Eckernförde wird von der Kulturbeauftragten Andrea Stephan systematisch weiterentwickelt. Sie möchte bestehende Angebote stärken, die Kulturszene noch besser vernetzen, die Strahlkraft über die Region hinaus erhöhen und neue Impulse vor allem im Bereich der Jugendkultur setzen. Darauf ist auch ihr Kulturkonzept abgestimmt.

Als eine Neuerung hat Andrea Stephan im Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport das Projekt „Eckernförde erzählt“ hervorgehoben. Ein multimediales und von einem Berliner Dokumentarfilmer begleitetes Interview-Projekt, in dem Eckernförder Bürger mit Aussage und Ausstrahlung gebeten werden, über ihr Leben zu sprechen. Sämtliche Interviews sollen auf eine ständig erweiterbare Internetseite gestellt werden. „Das kann ein Aushängeschild für Eckernförde werden und ist eine Ehrung für die Bürger der Stadt“, sagte die Kulturbeauftragte.

Des Weiteren stellte sie rückblickend die noch laufende Veranstaltungsreihe „LesArt“ vor und ging auf die Vorträge zur Eckernförder Badekultur, die mit über 100 Angebote gespickte Aktion Ferienspaß und die neue „Tanzzeit“-Reihe mit fünf Veranstaltungen ein. Zum Abschluss des „Erfolgsprojekts“ wird am 28. September öffentlich und draußen Polka getanzt.

Kurz vor dem Start steht das ebenfalls neu erdachte Angebot „4 lange Nächte“: Die vier November-Samstage am 2., 9., 16. und 23. November stehen dabei jeweils von 15 bis 24 Uhr ganz im Zeichen der Literatur, Kunst, Theater und Tanz sowie Musik. Die „langen Nächte“ sind gespickt mit vielen Einzelveranstaltungen aus dem Genre, im Falle der Literatur am 2. November sind dies 17, bei der langen Musik-Nacht am 23. November 19 verschiedene Darbietungen, die von 15 bis 24 Uhr besucht werden können. „Wir wollen die grauen Novembernächte bunt machen“, hat Andrea Stephan als Losung ausgegeben.

Für die wieder geplante, weil sehr gut angenommene Märchenstunde auf dem Weihnachtsmarkt sucht die Kulturbeauftragte noch Freiwillige, die bereit sind, den Kindern etwas vorzulesen. Der Fraktionschef des Bürger-Forums, Matthias Huber, hat sich spontan noch in der Sitzung bereit erklärt, als Märchenvorleser mitzuwirken.

Auch im Bereich Plattdeutsch zeichnet sich im nächsten Jahr etwas ganz Besonderes ab: Vom 25. bis 27. September wird in Eckernförde die 19. Plattdeutsch-Konferenz stattfinden. Diese zumeist hochkarätig besetzten Konferenzen haben bisher in Iowa stattgefunden – nun also der Sprung über den großen Teich in eine der Hochburgen der Plattdeutschen Sprache nach Eckernförde. Die Plattdeutschen Kulturtage werden in die Konferenz integriert, sagte Stephan.

Zur Erarbeitung weiterer Projekte kooperiert die Kulturbeauftragte mit den Schulen. Unter anderem hat sie mit den Stadtwerken vereinbart, dass Stromkästen in Schulnähe von den Schülern künstlerisch gestaltet werden können. Demnächst wird es dazu Wettbewerbe an den Schulen geben. Bewährt hätten sich die „klaren Förderrichtlinien“ für alle Kulturschaffenden, sagte sie.

„Machen Sie weiter so“, rief ein zufriedener Ausschussvorsitzender Reiner Bunte der Kulturbeauftragten Andrea Stephan am Ende ihres Berichts zu.

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