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Vorstoss : Vier Gemeinden – eine Volkshochschule ?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Leiterinnen der Volkshochschulen Dänischenhagen und Schwedeneck regen neue Struktur an / Ziel: attraktiveres Angebot

von
erstellt am 07.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Ein attraktiveres Programm, eine straffere Struktur und neue Räumlichkeiten – das sind nur drei Vorteile einer Zusammenlegung der Volkshochschulen Dänischenhagen und Schwedeneck, die die Leiterinnen Stephanie Steiner und Gudrun Dorow ihren Gemeinden empfehlen. Mehr noch: Gern würden sie Strande und Noer noch mit ins Boot holen und eine VHS auf Amtsebene installieren.

Im September vergangenen Jahres hatte Steiner die Leitung der VHS Dänischenhagen von Ulrike Werner übernommen. Dass die anders organisiert sein würde, als sie es von der VHS Neumünster kennt, wo sie den Bereich Gesundheit und Sprachen verantwortet, war ihr klar. Doch machte sie eine Reihe von Punkten aus, die zu verbessern wären, und stieß damit bei Kollegin Gudrun Dorow aus Schwedeneck auf offene Ohren. So läuft die Anmeldung derzeit beispielsweise ausschließlich telefonisch über die Dozenten, die das Geld einsammeln und es Steiner bringen, die es dann zum Amt trägt. Eine Online-Anmeldung ist ebenso wenig eingerichtet wie eine Homepage. Das sei jedoch wichtig, um jüngere Menschen für das Angebot der VHS zu interessieren, das zudem um andere Kurse für sie ergänzt werden müsste. Ein wesentlich attraktiveres Programm für alle Bürger der Gemeinden ließe sich mit einer amtsweiten Volkshochschule realisieren, merken Steiner und Dorow an. Eine VHS dieser Größe habe mehr Gewicht in der Region, und dann auch mehr Teilnehmer. Auch ließen sich leichter neue Dozenten gewinnen.

Für eine größere Volkshochschule würde sich zudem die Anschaffung einer spezifischen Software lohnen, die die Verwaltungsarbeit vereinfacht. Unter einem neuen Logo mit Internetauftritt würde ein zeitgemäßer Auftritt geschaffen und die Erreichbarkeit verbessert. Dorow und Steiner könnten außerdem einander vertreten.

Eine Umsetzung zum Herbstsemester 2014 wäre für die beiden wünschenswert. Am Mittwoch, 12. Februar, befasst sich der Sozialausschuss Dänischenhagen mit dem Konzept. Die Vorsitzende Ursula Liewert (SPD) begrüßt den Vorstoß und findet die Idee gut, die bestehende Kooperation zwischen Dänischenhagen und Schwedeneck zu vertiefen. Allerdings müsse die rechtliche Seite genau abgeklärt werden, so dass eine Realisierung zum Herbst nicht wahrscheinlich scheine. Schwedenecks Bürgermeister Gustav-Otto Jonas hält die Anregung für „grundsätzlich gut“, im Betrieb werde dadurch vieles einfacher, meint er. Um sich eine Meinung zu bilden, müsse man sich jedoch die auszuarbeitenden Verträge genau ansehen.

Für ein Urteil fehlen Strandes Bürgermeister Dr. Holger Klink noch mehr Informationen. „Ich schätze das Angebot, aber mir ist noch nicht klar, wo die Synergieeffekte einer Beteiligung Strandes liegen“, sagt Klink weiter.

 

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