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Kunstmarkt Groß Wittensee : Vielfalt in der Mühle Auguste

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

27 Aussteller präsentieren ihre Werke

Gross Wittensee | Groß war die Vielfalt, die die Künstler am Wochenende beim Markt des Vereins Kunst und Kultur Hüttener Berge in der Mühle Auguste in Groß Wittensee präsentierten. 27 Künstler hatten ihre Stände aufgebaut, zeigten ihre Werke und nahmen sich Zeit, Fragen der Besucher zu beantworten.

So auch Thomas Meseberg. Der Riesebyer ist, wie er selbst sagt, Holz- und Steinbildhauer mit Begeisterung. 30 Jahre lang hat er mit Holz gearbeitet. Seit er einen Steinbildhauerkursus absolviert hat, arbeitet er aber auch viel mit diesem Material. Steine seien älter, sagte Meseberg. Es sind „mehr Informationen aus der Geschichte der Erde darin“. Die Steine für seine Arbeiten findet er überall. Unter anderem auch auf Schrottplätzen. Für seine Skulpturen verwendet er unter anderem Marmor, Alabaster, Speckstein und Schwarzen Diabas. Beim Kunstmarkt in Groß Wittensee war er zum ersten Mal dabei. „Es gibt hier eine ganz hohe Qualität an handwerklicher und künstlerischer Arbeit“, stellte er fest.

Thomas Meseberg war einer von sieben Künstlern, die zum ersten Mal beim Kunstmarkt in und um die Mühle Auguste ihre Werke ausstellten. „Originalität, Qualität, und es muss in eigener Werkstatt entstanden sein“, nannte Birgit Sass, Kassenwartin des Vereins und zuständig für die Kunstmärkte, Auswahlkriterien für Aussteller. Zudem sei die Vielfalt wichtig: „Die Besucher wollen viele verschiedene Sachen sehen. Man muss für jeden Geschmack etwas anbieten.“

Ulla Ergmann-Stracke und Hans Ergmann waren extra aus Siegen in Nordrhein-Westfalen angereist, um ihre schwarz-weißen Papierschnitte den Besuchern in Groß Wittensee zu präsentieren. Neben Hunden und Katzen waren zahlreiche Porträts von Schauspielern, Musikern und Literaten zu sehen. So konnten die Besucher unter anderem John Lennon, Jimi Hendrix und Willy Brandt bewundern. Auch Spiele nach Memory-Art hatten die beiden mitgebracht: eines für Kinder mit Tiermotiven und ein schwarz-weißes Denkspiel. Dasselbe Motiv war mit verschiedenen Schwarz-Weiß-Kombinationen dargestellt. „Man kann es als Memory und offen als Suchspiel spielen“, erklärte Ulla Ergmann-Stracke.

Zum ersten Mal präsentierte auch Karla Kurz aus Sieverstedt ihre Skulpturen und aus Strandsteinen gefertigten Schmuck. Unter anderem aus Granit, Feuerstein und Porphyr stellt sie ihre Schmuckstücke her. Oft stehe sie stundenlang an der Schleifmaschine und schleife, berichtete sie. Bei komplizierten Ringen betrage die reine Arbeitszeit schon mal zehn Stunden. „Die Ringe sollen bequem sein“, betonte Karla Kurz.

Neben zahlreichen Werken zum Ansehen wurde den Besuchern an beiden Tagen auch etwas zum Hören geboten: Ralf Himmel spielte Saxophon und Natalie Ingwersen war mit Harfe und Gesang zu hören. Patrik Goeser präsentierte den Gästen seine Dudelsackmusik.

„Es ist hier schön gemütlich“, sagte Ralf Himmel. Selbst beschreibt er seine Musik als „sehr harmonische Improvisation“. Er lerne nie Stücke auswendig. „Ich bin randvoll mit Musik“, sagte er, „die muss ich nur rauslassen.“

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