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Feuerwehr Gettorf : Viele Stunden im heißen Feuer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wehrführung im Amt bestätigt / Hans-Christian Sacht für sechs Jahrzehnte in der Wehr geehrt / Wartelisten für Jugend- und aktive Wehr

Gettorf | Mit einem Denkzettel schickte die Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gettorf ihren Wehrführer Frank-Andreas Greggersen am vergangenen Freitag im Hotel Stadt Hamburg in seine zweite Amtszeit. 19 der 60 Stimmberechtigten verweigerten das Ja, hatten aber selbst keine bessere Ideen – es gab keinen Gegenkandidaten, für keinen der wiedergewählten Vorstandsmitglieder. Geschlossen gehen Greggersen, Stellvertreter Thomas Stohlmann, Zugführer Matthias Meyer, Gruppenführer Björn Struve und Jugendwart Nico Rosner somit in weitere sechs gemeinsame Jahre.

Die Anerkennung der Arbeit in Gettorf zeigt sich indes im Feedback in der überwältigenden Vielzahl an Gesandten der Nachbarwehren und Feuerwehren weit über das Amt hinaus, Vertretern aus Politik, Vereinen und Verbänden. In ihren Grußworten umschrieben die Gäste mehrfach die „Gettorfer Tugenden“, wie es Kreisbrandmeister Mathias Schütte auf den Punkt brachte. Ausrüstung, Qualifikation, Verlässlichkeit und Kompetenz sorgten für ein „positives Sicherheitsempfinden der Bevölkerung“, empfand Amtsvorsteher Kurt Arndt, dem Pastorin Christa Loose-Stolten herzlich beipflichtete: „Es ist so schön, dass ich euch in der Nähe habe.“

Greggersen kann auf das ehrenamtliche Engagement von 70 Aktiven bauen, denen 24 Nachwuchsfeuerwehrleute um Jugendgruppenwart Phil Heistermann nacheifern. Wartelisten gibt es mittlerweile in beiden Bereichen, nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Enge im Feuerwehrhaus. 70 Einsätze bescherten den Atemgeräteträgern „viele Stunden im heißen Feuer“, demgegenüber wurde viel in die Brandschutzerziehung von Kindern und Erwachsenen investiert – um eben Feuer zu vermeiden. Der Wehrführer warb für Vertrauen in die Wehr und Unterstützung der Kameraden vor Ort, nicht zuletzt in Form von bezahlbarem Wohnraum sowie Freistellung durch die Arbeitgeber im Ort. Die Sicherstellung der Einsatztagesbereitschaft ist auch im Zentrum des Wohldes ein elementares Thema.

Stellvertreter Thomas Stohlmann beschränkte sich auf Statistik, die zum Einen die Einsatzvielfalt der Hilfeleistungwehr unterstrich, zum Anderen die „Champions-League-würdige“ Schnelligkeit bei der Präsenz am Einsatzort. 19 Menschen in Not konnten gerettet werden, davon sieben unverletzt. Auf Seiten der Wehr wurde nur die Wade des Stellvertretenden Wehrführers in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch strampelte Stohlmann damit im Laufe des vergangenen Jahres zum Feuerwehrfitnessabzeichen in Silber – das ist wahrlich großer Sport. An seine Kameraden richtete er den Dank der Wehrführung für Einsatzwillen, Schlagkräftigkeit und Durchhaltevermögen: „Ihr seid unser Kapital!“

Hans-Christian Sacht wurde im Beisein seiner Ehefrau Ruth für seine 60-jährige Mitgliedschaft in einer Feuerwehr geehrt. „Seine Verdienste würden ein ganzes Buch füllen“, brachte es Greggersen auf eine greifbare Umschreibung, verwies dabei beispielhaft auf die Installation der Jugendwehr in Sachts Amtszeit als Wehrführer und schloss: „Du hast uns die Tugenden, von denen heute so oft die Rede war, vorgelebt.“ Lange nachdem das Gettorfer Urgestein erstmals seinen Dienst am Nächsten verrichtete, wurden Timo Häder und Lasse Jahnke geboren, die mittlerweile auf zehn Jahre ehrenamtlichen Engagements zurückblicken. Für 25 Jahre im aktiven Dienst wurden Sven Kopfstädt und Matthias Sellmer mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande ausgezeichnet.

Bürgermeister Jürgen Baasch dankte den Ehefrauen Nicole Kopfstädt und Bärbel Sellmer für die bedarfsweise Freistellung ihrer Gatten mit Blumen – und blumigen, dennoch gewohnt kraftvollen Worten. Seit 1971 war Jürgen Matz aktiv - er wurde mit bewegenden Worten seines Wehrführers in die Ehrenabteilung entlassen.

Ein neuer Löschmeister ist im Team: Tobias Zikofsky empfing die entsprechenden Schulterklappen. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Jan Lensch befördert. Dennis Rolle und Andreas Vautrin sind fortan Oberfeuerwehrmänner. Übernommen in die aktive Wehr wurden Falk Möller und Jan Lieske. Als Anwärter wurden verpflichtet: Nicolai Andresen, Anna Dier, Finn Erik Konetzki, Oliver Schirmac und Tineke Sellmer.

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