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Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 20:17 Uhr

Viele Buchungen und eine Beschwerde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die beiden neuen Schlafstrandkörbe vor dem Meerwasserwellenbad und dem Ruderclub am Eckernförder Strand haben sich schon nach den ersten Nächten als Buchungserfolg entpuppt. Der Touristik und Marketing GmbH (ETMG) liegen bereits über 120 Buchungen vor, betonte Geschäftsführer Stefan Borgmann auf EZ-Anfrage. Die Schlafstrandkörbe gehören Privatpersonen, die Vermietung läuft über die ETMG, die den Mietern auch Schlüssel für die nahegelegenen Toilettenanlagen an der Strandpromenade beim Wellenbad und Ruderclub aushändigt.

Das in Eckernförde und Kiel vor einer Woche gestartete Pilotprojekt des Ostsee Holstein Tourismus gefällt allerdings nicht allen Anliegern. Peter Wulf aus dem Jungfernstieg spricht von „Camping am Eckernförder Strand“, und zwar unmittelbar vor den Wohnungen und Häusern an der Kurpromenade. „Was haben Sie sich dabei nur gedacht?“, schrieb er jetzt Touristikchef Borgmann. „Mit zwei Körben wird ein Anfang gemacht – mir graut vor der Zukunft. Als unmittelbar Betroffener protestiere ich energisch auch im Namen der meisten meiner Strandkorbnachbarn über den Aufstellungsplatz direkt vor dem von mir gemieteten Strandkorb. An dieser Stelle stehen die Strandkörbe ohnehin schon sehr eng, hinzu kommt, dass exakt am selben Ort auch ein DLRG-Turm platziert worden ist“, kritisiert Peter Wulf. In der EZ sei ein Standort am Ruderclub wegen der Nähe einer öffentlichen Toilette erwähnt, „warum wurde der Schlafkorb nicht dort hingestellt?“, fragt der Anwohner. Wulf befürchtet, dass neben anderen Strandbesuchern auch die Mieter des Schlafstrandkorbs die zu der Eigentümergemeinschaft im Jungfernstieg gehörende Gartenanlage zur Verrichtung der Notdurft“ missbrauchen könnten. „Sorgen Sie dafür, dass die sogenannte Weltneuheit sofort von dem jetzigen Aufstellungsplatz verschwindet“, fordert Wulf. Seiner Meinung nach störe „dieses graue Monster an Strandkorb“ auch das Gesamtbild des Eckernförder Strandes. Bisher habe er die meisten von Borgmanns Ideen geschätzt, „mit dieser Weltneuheit allerdings liegen Sie hoffnungslos daneben,“ schreibt der Anlieger.

Stefan Borgmann bedauert, dass „die Idee des Ostsee Holstein Tourismus bei Ihnen nicht gut ankommt. Bei vielen Eckernförder Bürgern und Gästen ist die Reaktion allerdings ganz anders. Die Nachfrage ist sehr groß.“ Die Nutzer erhielten Schlüssel für die nahegelegenen WC-Anlagen, so dass die von Wulf befürchteten Probleme erst gar nicht auftreten würden. Nach einer gestern aufgrund des Schreibens erfolgten Überprüfung des Standorts habe die ETMG den Schlafstrandkorb nun auf die andere Seite des DLRG-Turms gestellt, weil dort einfach mehr Platz sei, wie Stefan Borgmann sagte. Die Schlafstrandkörbe seien keine „grauen Monster“, wie Wulf betonte, sondern „hochwertig und schick“. Ob nach der mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmten Pilotphase weitere Schlafstrandkörbe am Strand aufgestellt werden, bleibe abzuwarten. Das sei auch eine Frage der Verträglichkeit mit den übrigen Strandnutzern und Anliegern.

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erstellt am 08.Jun.2016 | 12:42 Uhr

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