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Branchenstruktur in der City : Viele Ärzte und Optiker, aber wenig Angebote für junge Leute

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Abteilung Wirtschaftsförderung der ETMG hat die Branchenstruktur für die Eckernförder Innenstadt zusammengestellt. 480 Betriebe sind erfasst. An der Spitze stehen medizinische Dienstleistungen mit 77 Nennungen.

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erstellt am 20.Aug.2015 | 06:11 Uhr

Eckernförde | Preisfrage: Wie viele Ärzte, Heilpraktiker und sonstige medizinische Dienstleister gibt es in der Eckernförder Innenstadt? Es sind nach der jüngsten Erhebung der Eckernförder Wirtschaftsförderer genau 77 von insgesamt 480 erfassten Betrieben, Geschäften, Dienstleistern und Praxen. Mit dieser bemerkenswerten Größenordnung liegen die medizinischen Dienstleister weit vorn im Branchen-Ranking, gefolgt von 63 gastronomischen Betrieben und 49 Läden, in denen Bekleidung und Wäsche verkauft wird.

Diese Zahlen haben Sabrina Bock, bei der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG) zuständig für die Wirtschaftsförderung und das Stadthallenmanagement, und Tala Forootan, die in Münster und Enschede Public Governments studiert, innerhalb des vergangenen Monats zusammengetragen. Eine Fleißarbeit, die erstmals einen genauen Überblick über die Branchenstruktur in der Innenstadt zwischen Kieler Straße Süd und dem Borbyer Ufer gibt. Hintergrund dieser kleinen ergänzenden Studie: ansiedlungswillige Interessenten haben damit neben den ebenfalls von der ETMG zusammengestellten touristischen und wirtschaftlichen Kennzahlen ein weiteres Instrument in der Hand, um ihre Niederlassungspläne in Eckernförder noch exakter auf den vorhandenen Bedarf ausrichten zu können. „Wir brauchen nicht den sechsten Bäcker oder zehnten Optiker in der Fußgängerzone“, brachte ETMG-Geschäftsführer Stefan Borgmann den Ansatz exemplarisch auf den Punkt.

Verblüffend neue Erkenntnisse lassen sich aus der Studie zwar nicht ableiten, aber die strukturierte Auflistung dient allemal dazu, einen besseren Überblick über die Branchenvielfalt und Häufung zu gewinnen. „Was gibt es wovon und wie oft“ – diese Leitfrage soll durch die Erhebung klarer definiert und interessierten Investoren an die Hand gegeben werden, sagt Borgmann. Dadurch sollen Häufungen von Branchen verhindert werden, die bereits überproportional gut in der Innenstadt vertreten sind wie beispielsweise Uhren, Schmuck, Optik, Hörsysteme mit 17, Immobilienmakler mit 11 oder gastronomische Betrieben mit 63 Nennungen.

Die Zusammenstellung wirft aber auch ein Licht auf fehlende Angebote im Kernbereich der Stadt. Neben dem immer wieder genannten Fischgeschäft besteht vor allem eine „große Nachfrage nach einem großen Hotel“, so Borgmann, wobei sich der Exer als „Entwicklungsfläche“ anbiete. Zudem könnte die Innenstadt neben Sky und Netto sowie dem Biomarkt durchaus einen weiteren Markt vertragen - die Problem lägen hier aber in der Anfahrbahrkeit und fehlender Parkplätze. Möglicherweise ergeben sich in dieser Frage aber neue Entwicklungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem ebenfalls fehlenden Kino.

Insgesamt sei das Angebot gut und es gebe noch viele Inhaber-geführte Geschäfte und vergleichsweise wenige Filialisten, dafür fehlten aber Angebote für junge und jüngere Menschen. „Wir sind in der demografischen Klammer gefangen“, wies Borgmann auf die sich verändernde und immer älter werdende Einwohnerstruktur in Eckernförde hin.

 

 

 

 

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