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Richtfest : Viel Beton für sauberes Trinkwasser

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Richtfest am Neubau einer Filteranlage zur Wasseraufbereitung am Wasserwerk des Wasserbeschaffungsverbands Mittelschwansen. Inbetriebnahme der 850 000 Euro Investition im Frühsommer geplant.

Waabs | 35 Tonnen Stahl und 300 Tonnen Beton sind in den letzten Monaten am Wasserwerk des Wasserbeschaffungsverbands Mittelschwansen (WBV) verbaut worden. Gestern wurde am Neubau eines Filters samt Reinwasserbehälters Richtfest gefeiert. Polier Thomas Zeruhl von der Firma Claus Wieben sprach den Richtspruch und wünschte dem künftigen Nutzer des Gebäudes alles Gute.

Verbandsvorsteher Horst Böttcher und Wassermeister Carsten Boldt konnten gestern von einem sehr guten Bauverlauf im Zeitplan für das 850  000 Euro teure Vorhaben berichten. Dank guter Ausschreibungsergebnisse konnten die Baukosten bis zum jetzigen Stand um rund 7,5 Prozent gesenkt werden, berichte Böttcher. Er und das Team vom Wasserwerk seien froh, dass der Hochbau nun nahezu abgeschlossen sei. Nun gehe es an den Innenausbau, bevor im Januar/Februar die neuen Wassertechnischen Anlagen eingebaut werden.

Ziel sei es, bis März soweit zu sein, dass der neue Filter in Betrieb gehen kann, ergänzte Boldt. Wie lange es dann dauere, bis die Wasserqualität des neuen Filters der der vier anderen entspricht, sei schwer zu sagen. Das müsse langsam eingestellt werden. Dazu würde der neue Filter mit Wasser der anderen Filter geimpft. So würden die zur Nitrifikation und Denitrifikation (Abbau von Nitraten) benötigten Bakterien in die neue Filteranlage eingebaut und erleichterten die Startphase. Geplant ist, dass die neue Aufbereitung bis zur Sommersaison eingestellt ist.

Das Rohwasser wird zunächst mit gefiltertem Sauerstoff fein verdüst, wodurch Eisen und Mangan aus dem Wasser entfernt werden. In einem Absetzbecken fallen die Stoffe aus. Zugleich sind die Bakterien aktiv, bevor das Wasser im Reinwasserbehälter für die Versorgung der rund 6300 Haushalte in 13 Mitgliedsgemeinden bereitsteht.

Der neue Filter hat die gleiche Dimension, wie die vier benachbarten Anlagen der Wasseraufbereitung. Er ist ausgelegt für die Aufbereitung von 100 Kubikmeter Frischwasser in der Stunde. Benötigt wird die Anlage, um in der Zukunft die anderen Anlagen wechselweise aus der Nutzung nehmen zu können, um sie zu sanieren. Laufe alles nach Plan, werde man Ende 2016 damit anfangen, so Boldt. Dank der neuen Anlage werde die Versorgungssicherheit des Verbandes gegenüber seinen Mitgliedern und Kunden verbessert, so Böttcher.

Hinsichtlich der Bemühungen des WBV für ein Verbot zur Erdölförderung im Erlaubnisfeld Waabs (Fracking) berichtete Böttcher von guten Signalen aus Berlin. Es bewege sich etwas. Den Fraktionen seien wohl zahlreiche Änderungswünsche zur Novellierung des Bundesbergbaugesetzes zugegangen. Eine abschließende Beratung im Bundestag stehe aber noch aus. Er sei aber guter Hoffnung, so der Verbandsvorsteher.

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erstellt am 09.Dez.2015 | 17:18 Uhr

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