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CDU-Neujahrsempfang : Viel Beifall für Sibbels „Regierungsprogramm“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Eckernförder Bürgermeister Jörg Sibbel hat beim CDU-Empfang im Vorfeld der Bürgermeisterwahl das Leitbild „Eckernförde 2025“ vorgestellt. Die über 100 Gäste spendeten viel Applaus. Sibbel steht am 25. Mai zur Wiederwahl, er ist der einzige Kandidat.

Eckernförde | Am 25. Mai dürfte Bürgermeister Jörg Sibbel (parteilos) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von den Eckernfördern für weitere acht Jahre als Bürgermeister gewählt werden. Das hat mehrere Gründe: Es gibt im Moment keinen Gegenkandidaten, die Stadt hat sich in den vergangenen acht Jahren unter seiner Federführung in vielfacher Hinsicht sehr gut entwickelt, die überwiegende Mehrheit der Eckernförder schätzt seine Arbeit und freundlich-offene Art und die großen Parteien unterstützen ihn im Wahlkampf. Sibbel hat sich in enger und kluger Abstimmung mit der Politik als verlässlicher und versierter Manager der Stadt erwiesen und den Aufschwung in den vergangenen acht Jahren maßgeblich vorangetrieben. Ihn möchte nicht nur die CDU bis 2022 auf dem Chefsessel im Rathaus sehen, die ihn gestern beim Neujahrsempfang im Saal 71 in den Mittelpunkt stellte.

Der CDU-Ortsvorsitzende Daniel Günther begrüßte unter den 114 Gäste auch Vertreter von SPD, SSW, Grünen und FDP aus der „bunter“ gewordenen Ratsversammlung. Mit sieben Fraktionen sei die Grenze allerdings „irgendwann erreicht“, um noch eine mehrheitsfähige Kommunalpolitik gestalten zu können. Die CDU wolle als auf acht Mitglieder geschrumpfte, aber immer noch stärkste Fraktion „der Politik den Stempel aufdrücken“. In Eckernförde werde viel über Fassadengestaltung diskutiert und viel problematisiert, mit etwas Abstand betrachtet sei Eckernförde jedoch „eine ausgesprochen gut aufgestellte Stadt und landesweit ein absoluter Hingucker“. Das Ostseebad habe sich zu einem „Kleinod“ entwickelt, sagte Günther. Der Name, der dafür steht, sei der von Bürgermeister Jörg Sibbel.

Bevor er sich den Aufgaben, Herausforderungen und Chancen der Zukunft widmete, ließ der so eingeführte Bürgermeister die wichtigsten Weichenstellungen der vergangenen acht Jahre Revue passieren. Auf der Grundlage der frühzeitig eingeleiteten und nachhaltigen Haushaltskonsolidierung, die den Etat jährlich um drei Millionen Euro entlastet, seien durch hohe Investitionen (29 Millionen allein zwischen 2007 und 2012 bei einer Förderquote von über 55 Prozent) und den Ausbau der Infrastruktur in der Innenstadt, am Hafen sowie in der Kinderbetreuung und in den Schulen wichtige Akzente für eine positive Stadtentwicklung gesetzt worden. Die Fortschreibung des Schulentwicklungsplan bei deutlich rückläufigen Schülerzahlen (Geburtenjahrgang 1999: 273 Kinder, Jahrgang 2009: 130 Kinder) sei ebenso beschlossen worden wie das Wohnraumversorgungskonzept – beide Konzepte sind dem demografischen Wandel geschuldet.

Sibbel erinnerte an die funktionierende überörtliche Zusammenarbeit, angeschobene Großprojekte wie das Kino am Bahnhof oder die Nooröffnung und die Förderung des Tourismus mit seinen mittlerweile 1,6 Millionen Tagesgästen, von dem auch Handel, Gastronomie und Vermieter mit über 20 Millionen Euro Umsatz pro Jahr profitierten.


„Eckernförde 2025“


„Das sind Erfolge, um die uns viele Städte in Schleswig-Holstein ganz offen beneiden, aber dies sind keine Erfolge, auf denen man sich ausruhen darf“, meinte Sibbel. Beispiel: Steigende Preise für Mieten und Wohneigentum – „die Schattenseite unseres Erfolgs. Unsere Stadt benötigt bezahlbaren Wohnraum für alle Generationen und für alle Einkommen“, forderte der Bürgermeister. Die Vergabe von Erbbaurechten und die Festschreibung geförderter Wohnungen auch in attraktiven Lage wie der Nooröffnung sind zentrale Forderungen. Sibbel bezeichnete die weitere Stärkung der Innenstadt als „permanente Aufgabe“. Eine vollständig barrierefreie Pflasterung wäre angesichts der älter werdenden Gesellschaft eine geeignete Maßnahme und „vorausschauende Investition, um unsere Flaniermeile fit für die Zukunft“ zu machen.

Der Tourismus sei zu einer „wichtigen Säule“ geworden, was aber immer noch fehle, sei „ein neues Hotel mit großer Bettenzahl im Stadtgebiet anzusiedeln“ . Auch im Bereich der Wirtschaftsförderung „haben wir noch Luft nach oben“, so Sibbel. Nachdem das Gewerbegebiet Marienthal „nahezu ausverkauft“ sei, gehe es nun darum, die 35 Gewerbegrundstücke in Grasholz zu verkaufen. Immerhin – der Anfang ist gemacht: Im Dezember wurde Grundstück Nr. 1 verkauft. In Eckernförde müssten dringend mehr Aus- und Arbeitsplätze entstehen, um dem Wegzug der jungen Generation vorzubeugen oder sie nach Ausbildung oder Studium wieder mit qualifizierten Arbeitsplätzen ins Ostseebad zu locken. Die Wirtschaftsförderung werde daher „ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit“ sein. Wichtig werde es in diesem Zusammenhang auch sein, weiter für Investoren interessant zu bleiben, ohne in der „sehr dynamischen Stadtentwicklung“ die Balance zwischen dem Erhalt der historischen Substanz und den baulichen Veränderungen zu verlieren. Sibbels Kernbotschaft: „Eckernförde gemeinsam zu einem attraktiven Standort für das nächste Jahrzehnt und darüber hinaus hinaus zu machen, der allen Generationen eine bezahlbare Heimat zum Einkaufen und Wohnen bietet, der Jugendlichen eine exzellente Bildung vermittelt und den Berufsstart ermöglicht sowie Gäste mit offenen Armen empfängt – das ist mein Ziel.“ Die Aufgaben, Herausforderungen und Chancen sollten in einem Leitbild „Eckernförde 2025“ gebündelt werden, in dem die Potentiale herausgearbeitet und Schwerpunkte gesetzt werden, schloss Sibbel seine mit viel Beifall bedachte Ansprache.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 06:05 Uhr

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