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Silvesterlager : Viel Arbeit vor dem Jahreswechsel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Waldjugendmitglieder haben sich viel vorgenommen. Das traditionelle Rummelpottlaufen gehört an Silvester für sie dazu.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 06:05 Uhr

Fast acht Kilometer laufen die 21 Mitglieder der Waldjugend morgen beim traditionellen Rummelpottlaufen durch Hütten und Ascheffel. Mit Gitarren ziehen sie von Haus zu Haus und singen Folklieder. Bevor es aber so weit ist, steht noch viel Arbeit an. Am Landeszentrum wird die Remise der Hütte, in der das Landesarchiv, der Gruppenraum, Küche und Bäder untergebracht sind, ausgebaut. Es entsteht ein zusätzlicher Seminarraum und das Archiv wird erweitert. Zudem wurde ein Balkon gebaut, der später zusätzlichen Platz zum Arbeiten bietet und als Fluchtweg dienen wird. Das ganze Jahr über haben sich immer mal wieder einige Waldjugendmitglieder getroffen, um gemeinsam das Projekt voranzutreiben. Jetzt stehen drinnen die Wandschalung und die Arbeit an Leibungskästen für das Fenster an. Draußen ist der Fundamentbau für die Treppe für den Balkon in Arbeit. „Das ist unser jüngstes und aufregendstes Kind“, sagt Malte Lafrenz. Wenn die Arbeiten abgeschlossen seien, hätten sie ganz neue Möglichkeiten für Seminare.

„Die besten und festesten Freunde, die ich habe“, treffe er auf dem Silvesterlager, sagt der 23 Jahre alte Flensburger. Sie alle zusammen zu sehen, sei schon schön. Es sei wie eine riesengroße Wohngemeinschaft. „Es ist schön, rauszukommen“, sagt er.

Schweißtreibend geht es auch vor der Hütte zu: Holzhacken steht ebenfalls auf der Tagesordnung. Das Landeszentrum wird über Öfen geheizt. Es gibt ein Ofenheizsystem für Wärme und Nutzwasser. Drei Mal am Tag muss der Hauptofen aufgefüllt werden, etwa fünf Kubikmeter Holz werden im Jahr verfeuert. „Die Arbeit hier ist substanziell für das ganze Jahr“, betont Malte Lafrenz.

Neben der Arbeit an der Remise wurde der See nahe der Orchideenwiese vergrößert, um die Renaturierung voranzutreiben. Da das Wasser zu schnell abgelaufen ist, wurden zusätzlich Staustufen aus Steinen gebaut.

Vergangenen Freitag startete das Lager, am Donnerstag ist Abreise. „Man kann in sechs Tagen viel am Landeszentrum machen“, sagt Eike Philipps. Der heute 22-Jährige ist seit 2003 Mitglied in der Waldjugend und bereits zum fünften Mal beim Silvesterlager dabei. Hier treffe er den Kreis der Menschen, die zwar nicht mehr in den Gruppen aktiv seien, aber im Landesverband viel bewegten. Er treffe hier seinen Freundeskreis.

Nach der Arbeit wird jeden Abend gemeinsam Musik gemacht und so auch die Lieder für das Rummelpottlaufen morgen ausgesucht und einstudiert. Raketen und Böller werden morgen aber nicht gezündet: „Es ist unnötig“, sagt Malte Lafrenz. Es erzeuge Müll und Lärm sei auch Umweltverschmutzung. „Im Wald wird nicht geböllert“, betont er. „Die Tiere wissen nicht, das Silvester ist.“

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