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Hüttener Gnadenhof vor dem Aus : Verzweifelt gesucht: eine Bleibe für die Tiere

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Tierschützerin Susanne Bock muss in rund sechs Monaten ihren Gnadenhof räumen

von
erstellt am 19.Nov.2014 | 05:59 Uhr

Allmählich läuft Susanne Bock die Zeit davon. Bis April muss die Hüttenerin ein neues Zuhause für sich und ihre Tiere gefunden haben. Nachdem sie vor mehr als einem Jahr die Kündigung für Haus und Hof erhalten hat, ist die passionierte Tierschützerin auf der Suche - bislang vergebens. Seit 1998 lebt Susanne Bock auf einem Resthof in Hütten und nimmt seitdem Tiere, die misshandelt oder vernachlässigt wurden, bei sich auf. Um den Tieren ein gutes Leben zu sichern, Geld für Futter und ärztliche Versorgung zu haben, verzichtet Susanne Bock selbst auf vieles. Wenn es ihrem Reitpony „Ganymed“, dem Muli, den zwei Schweinen, Ziegen, Hunden und Katzen gut geht, dann geht es auch ihr gut. Umso größer ist ihre Angst, die Tiere abgeben zu müssen. „Das Muli und das Pony können nicht voneinander getrennt werden“, sagt die Gnadenhof-Besitzerin.

Unterstützt wird sie von ihrem Lebensgefährten Henning Köhler. „Wir waren schon einige Male dicht davor, etwas gefunden zuhaben“, erzählt er, aber dann zerschlug es sich doch. Dahinter vermuten die beiden die hohen Flächenpreise, die mittlerweile aufgrund des Maisanbaus in der Landwirtschaft erzielt werden können.

Einen halben Hektar Land benötigen die Tiere und Susanne Bock ein Dach über dem Kopf. „Hohe Ansprüche habe ich nicht“, betont sie. Auch müsse ihre Wohnung nicht unbedingt an der Koppel liegen, aber sie müsse ihre Tiere regelmäßig besuchen können. Sogar einen Brief an den Ministerpräsidenten haben Susanne Bock und Henning Köhler bereits in ihrer Verzweiflung geschrieben, in dem sie auf ihre Notlage aufmerksam gemacht haben.

Ein paar Monate hat Susanne Bock noch Zeit. Um ihre Zukunft macht sie sich keine Sorgen. Aber die ihrer Tiere lässt sie in diesen Tagen schlecht schlafen.


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