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Eckernförder Zeitung

17. Dezember 2017 | 11:46 Uhr

Verzockt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zum Aus für das Kinoprojekt am Bahnhof

von
erstellt am 24.Apr.2015 | 11:31 Uhr

Der Kinostandort Bahnhof sollte es sein. Er war (und ist) der beste, weil man zwei Fliegen mit einer Klappe hätte schlagen können: Ein schmucker Kino-Palast an zentraler Stelle hätte gleichzeitig zur neuen Visitenkarte Eckernfördes für alle Zug- und Busreisenden werden können und die Innenstadt städtebaulich aufwerten können. „Hätte“ und „könnte“ sind passé: Die trostlose Bahnhofshalle bleibt uns leider erhalten, der Kino-Traum ist geplatzt.

Eckernförde hat nicht aufs falsche Pferde gesetzt, aber den Sattel zu lange drauf gelassen. Im Vertrauen auf eine einvernehmliche Lösung hat die Stadt sich einfach zu lange durch den Ring führen lassen. Leider hat sich schon der politische Standortfindungsprozess extrem lange hingezogen. Ein schlechtes Vorbild für die Bahn, die offenbar zeigen wollte, dass sie es noch gemächlicher kann: In aller staatsbetrieblichen Ruhe hat man die Sache schön durch alle internen Warteschleifen laufen lassen. Erst auf Intervention des Bürgermeister und seine politischen Helfer in Kiel und Berlin hat sich die Bahn bewegt, nur leider viel zu spät und in die falsche Richtung.

Als Ostseebad und Festivalstadt kann es sich Eckernförde nicht leisten, sich noch einmal zu verzocken. Das Kino muss jetzt her, und zwar schnell. Politik und Verwaltung müssen sich jetzt darauf fokussieren, und alles daran setzen, dass noch in diesem Jahr die Bagger anrollen – Schnelligkeit ist in diesem Fall keine Hexerei, sondern zwingende Notwendigkeit.

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