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Neue Pastorin : Vertreterin mit Einfühlungsvermögen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Babette Lorenzen: Pastorale Arbeit auf begrenzte Zeit für zehn Kirchengemeinden / Einführungsgottesdienst in St. Katharinen

An Orte zurückzukehren, die man von früher kennt, das ist für jeden Menschen etwas Besonderes. Auch für die Pastorin Babette Lorenzen. Seit dem 1. April ist sie als Vertretungspastorin für zehn Kirchengemeinden in den Regionen Hüttener Berge und Schwansen tätig. Sie vertritt, unterstützt und entlastet ihre Kollegen in Urlaubs-, Krankheits-, Fortbildungszeiten, wenn jemand eine dreimonatige Auszeit (Sabbatzeit) nimmt, oder ein freies Wochenende zum Durchatmen braucht. Als Einführungsort hat sie sich die St. Katharinen Kirche in Bünsdorf ausgesucht, weil sie dort von 1997 bis 1999 ihr Vikariat absolvierte.

„Damals als Vikarin dachte ich, was für eine Riesen-Kirche, und ich bin so klein. Als ich jetzt nach Jahrzehnten wiederkam, dachte ich, was für eine schöne kleine Dorfkirche. Das mag zeigen, wie ich in mein Amt hineingewachsen bin“, sagte die Pastorin zu Beginn ihrer Predigt im Rahmen des Einführungsgottesdienstes, an dem auch Propst Sönke Funck teilnahm. In seiner Ansprache lobte er die bisherige Arbeit der Pastorin und hob ihre Berufserfahrung, ihre Menschlichkeit, Kompetenz und seelsorgerischen Fähigkeiten hervor – Eigenschaften, die sie als Vertretungspastorin für zehn unterschiedliche Kirchengemeinden im Bereich Schwansen und Hüttener Berge brauche. „Vertretungsdienst ist eine pastorale Arbeit auf begrenzte Zeit. Auf einen bestimmten Moment und Anlass hin, bei dem man von außen in eine Situation hineinkommt in die Begegnung mit Menschen und auch wieder heraus. Das ist nicht einfach“, so Funck.

Das erfordere neben einer guten Arbeitsorganisation und vielen Absprachen mit den Kollegen auch ein hohes Maß an Kontaktfreude, Kommunikationsfähigkeit und an Einfühlungsvermögen. Es brauche Anpassungsfähigkeit an all die verschiedenen Orts- und Traditionsvorstellungen und Gewohnheiten, „und die können, was das Feiern von Gottesdiensten angeht oder die Vorstellung von der Arbeit eines Pastors, in den Kirchengemeinden zwischen Karby und Bünsdorf, Owschlag und Sehestedt sehr verschieden sein“, erklärte der Propst.

Weiterhin brauche es eine gewisse Toleranz gegenüber enttäuschten Reaktionen, wenn „nur“ die Vertretungspastorin kommt und nicht der eigene Pastor die Taufe oder Beerdigung abhält. Und es brauche „eine große seelsorgerische Kompetenz und ganz viel Kollegialität“, so Sönke Funck. Und die habe Babette Lorenzen.




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