zur Navigation springen

Verspäteter Jahresabschluss: Gewinn bleibt im Unternehmen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Stadtwerke schließen Geschäftsjahr 2013 mit 558 000 Euro Überschuss ab / Keine Ausschüttung an die Stadt

von
erstellt am 12.Mär.2015 | 06:47 Uhr

Besser spät als nie – mit etwas Verzögerung hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO die Abschlussprüfung des Jahresberichts 2013 der Stadtwerke Eckernförde vorgenommen und in der Aufsichtsratssitzung am 24. Februar vorgestellt. Der Aufsichtsrat hat beraten und dem Geschäftsführer Dietmar Steffens Entlastung erteilt. Der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzwesen ist in seiner jüngsten Sitzung dieser Empfehlung ohne weitere Aussprache bei einer Enthaltung einstimmig gefolgt. Die Stadtwerke haben das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresüberschuss von rund 558  000 Euro abgeschlossen. Diese Summe verbleibt laut Beschluss in voller Höhe im Unternehmen, die übliche Ausschüttung an die Stadt erfolgt aufgrund der hohen Investitionen und der Stabilisierung der Eigenkapitalquote der Stadtwerke von derzeit 25 Prozent nicht. Die Stadtwerke haben darüber hinaus zudem eine Kapitaleinlage in Höhe von 240  000 Euro von der Stadt erhalten. Bürgermeister Jörg Sibbel, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrat der Stadtwerke, machte deutlich, dass der Verbleib des Stadtwerkeüberschusses im Unternehmen nicht unbedingt eine Dauerlösung sein könne. Mit der Ausschüttung der Stadtwerke-Gewinne an die Stadt als 100-prozentige Gesellschafterin würde die Verluste der zweiten städtischen Tochtergesellschaft, der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG), ausgeglichen, erklärte Sibbel.

Die Umsatzerlöse beliefen sich 2013 auf 39,5 Millionen Euro. Davon entfielen 15,6 Millionen Euro auf Strom (inklusive Netznutzung und Steuer), 11,4 Millionen Euro auf den Verkauf von Erdgas und 2,4 Millionen Euro auf die Wasserabgabe. Beim Fernwärmeverkauf haben die Stadtwerke 4,5 Millionen eingenommen. Im Meerwasserwellenbad wurden 967  000 Euro erlöst, beim Hafenbetrieb 284  000 Euro. 2014 lag das Bilanzvolumen der Stadtwerke bereits bei 48,2 Millionen Euro, ergänzte Stadtwerke-Chef Steffens im Finanzausschuss. Investiert wurden 2013 rund 6,8 Millionen Euro, hauptsächlich im Netz- und Wärmebereich. Im Geschäftsjahr 2013 waren 106 Mitarbeiter bei den Stadtwerken Eckernförde angestellt, davon 17 Auszubildende.

Dietmar Steffens erklärte, dass die Stadtwerke ihre Eigenkapitalquote auf die bei Versorgungsunternehmen üblichen 30 Prozent steigern möchten. Steffens möchte den Nutzern des Wohnmobilstellplatzes, die neuerdings wie auch Gastlieger im Hafen und alle anderen Übernachtungsgäste auch Kurtaxe zahlen müssen, Vergünstigungen beim Besuch des Meerwasserwellenbades anbieten. Einen Bonus dürfen auch alle Nutzer des geplanten Parkhauses erwarten, die Kunden der Stadtwerke sind.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen