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Bundeswettbewerb Fremdsprachen : Verliebte Römer, neugierige Franzosen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gettorfer Schüler beteiligen sich mit Filmen und einem Hörspiel

Gettorf | Die Schüler des achten und neunten Jahrganges der Isarnwohld-Schule beteiligen sich in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge am Bundeswettbewerb Fremdsprachen. Unter Betreuung von Studienrat Marc Engel und Studienreferendarin Wencke Christian haben die 20 Schüler zwei Filme in französischer und lateinischer Sprache produziert und ein französisches Hörspiel aufgenommen. Nach der vielversprechenden Zweitplatzierung im ersten Teilnahmejahr mit einem Film über die Zeitreise eines Römers in die Moderne hofft Marc Engel, Leiter der Fachschaft Latein, in diesem Jahr auf einen Sieg der Gettorfer Schüler.

An der Isarnwohld-Schule werden Fremdsprachen traditionell groß geschrieben. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich in diesem Jahr gleich drei Gruppen für die Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen angemeldet haben. Bereits 2014 hatten die Schüler mit Unterstützung von Marc Engel einen Film einreicht und damit auf Anhieb die Silbermedaille auf Landesebene nach Gettorf geholt. An diesen Erfolg möchte der Latein- und Geschichtslehrer, der seit 2010 an der Schule unterrichtet, jetzt anknüpfen. „Es wäre schön für die Schüler, wenn ihr Film auch bundesweit am Wettbewerb teilnehmen könnte“, so Marc Engel. Dafür müsste der lateinische Beitrag „Faina“ allerdings zunächst den ersten Platz auf Landesebene gewinnen. Der Studienrat gibt sich optimistisch. „ Viele Schüler sind jetzt schon zum zweiten Mal dabei“, verriet er. „Es ist wunderbar, zu beobachten, wie sie an der Aufgabe wachsen. Die Schüler lernen, dass es viel Organisation und Kommunikation nötig ist, um gemeinsam ein Drehbuch zu schreiben und einen Film zu drehen. Die Qualität hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich verbessert“, lobte er die Jugendlichen. War der Film des letzten Jahres eher kurzweilig und unterhaltsam, so hat die zehnköpfige Lateingruppe in diesem Jahr ein ernsteres Thema gewählt. In ihrem nach der Protagonistin benannten Werk geht es um eine dramatische Liebesgeschichte mit Intrigen und einem tragischen Ende, das das junge Paar für immer entzweit. Die Schüler legten bei ihrer Produktion mit Paulina Plehwe in der Hauptrolle viel Wert auf stilechte Kostüme und authentische Kulissen. So wurde zum Beispiel vor den antik aussehenden Säulen von Gut Knoop oder im Gettorfer Reitstall gedreht.

Aber auch die Französischschüler, die dieses Jahr mit Unterstützung von Wencke Christian zum ersten Mal am Wettbewerb teilnimmt, haben in ihre Beiträge viel Mühe und Zeit investiert. Neben dem futuristischen Hörspiel der Neuntklässlerinnen Annika Huch und Clara Sophie Meyer „Les distributeurs des billets“ , in dem Geldautomaten die Weltherrschaft an sich reißen wollen und von jugendlichen Helden aufgehalten werden müssen, haben sie auch einen Film eingereicht. In „Le rêve et la réalité“ lösen zwei Freundinnen, gespielt von Line Sommerfeldt und Anna Maria Meyer-Stromfeldt, dank einer Vorahnung einen spektakulären Kunstraub. Gedreht wurde vor allem in der historischen Mühle Rosa, dem Gettorfer Heimatmuseum und der Basisgemeinde Wulfshagenerhütten. „Die Schüler haben das alles alleine organisiert“, sagte Wencke Christian erfreut über die Selbstständigkeit ihrer Schützlinge.

Das Projekt habe allen viel Spaß gemacht, erzählte Line Sommerfeldt, die eine Hauptrolle im französischsprachigen Film spielt. Es habe immer wieder lustige Situationen beim Dreh gegeben und sie könne sich eine erneute Teilnahme im nächsten Jahr vorstellen, so die Schülerin. Und auch Eric Naeve, der für den Schnitt und die Kameraführung in „Le rêve et la réalité“ verantwortlich war, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der gemeinsamen Arbeit. „Das Projekt war recht zeitintensiv“, verriet der Achtklässler, der in seiner Freizeit auch gerne mit Schnittprogrammen am Computer arbeitet. „Aber am Ende hat es sich wirklich gelohnt“, so der Schüler.

Die Auswertung des Wettbewerbs mit rund 30 Einsendungen aus Schleswig-Holstein wird im April erwartet. Auf die Ergebnisse dürften wohl nicht nur Schüler und Lehrer gespannt sein.




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