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Bahnübergang Domstag : Verkehrsminister soll helfen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadt drängt auf eine schnelle Sanierung des maroden Bahnübergangs Domstag.

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 15:06 Uhr

Pannen und Postenschieberei sind beim Bahnübergang Domstag zwar nicht an der Tagesordnung, aber doch unverhältnismäßig häufig. Die Folge: Hohe Personalkosten für das Gleisabsperrpersonal der Bahn, lange Wartezeiten und Staus für die Autofahrer durch längere manuelle Absperrzeiten und zusätzliche Belastungen für die Anlieger. Die Stadt ist nicht gewillt, diesen Zustand länger hinzunehmen und hat sowohl die Deutsche Bahn (wir berichten) als auch den für Eckernförde zuständigen Landesbetrieb Straßenbau in Rendsburg angeschrieben und um eine zügige Problemlösung gebeten. Da die Antworten gerade dies aber nicht nahe legen und sich Bahn und Landesbetrieb gegenseitig den Schwarzen Peter für die hohe Störanfälligkeit der kombinierten Ampel- und Schrankenanlage zuschieben, wird die Stadt nun den schleswig-holsteinischen Verkehrsminister Reinhard Meyer einschalten und ihn um eine Beschleunigung des Verfahrens bitten. Das teilte Bürgermeister Jörg Sibbel am Montagabend in der Ratsversammlung mit.

Die Bahn hatte in ihrem Antwortschreiben am 1. April darauf verwiesen, dass die Schrankenanlage vor allem deshalb so störanfällig ist, weil sie mit der Lichtzeichenanlage an der Berliner Straße (B 76) gekoppelt sei. Wolle man dieses Problem beheben, müssen sich die Stadt an den Landesbetrieb wenden und dort auf eine Erneuerung der Ampelanlage drängen. Im Übrigen wäre die 1987 erbaute Schrankenanlage noch relativ jung und die Störanfälligkeit hätte sich nach der Erneuerung der Stromversorgung „signifikant verbessert“, zitierte Sibbel aus dem Antwortschreiben der Bahn. Aufgrund der Komplexität der Baumaßnahme wäre die Planungsphase von fünf Jahren bis zum Einbau einer neuen Schrankenanlage im Jahr 2019 „seriös und angemessen“.

Daraufhin hat sich die Stadt an den Landesbetrieb Straßenbau gewandt. Dieser habe die 27 Jahre alte Schrankenanlage als „überaltert“ bezeichnet, berichtete der Bürgermeister. Auch die Ampel müsse aufgrund ihrer langen Einsatzzeit ersetzt werden, was aber nur in Abstimmung mit der Bahn erfolgen könne. Eine Gesamterneuerung von Schranken und Ampel wäre „dringend erforderlich“. Der Landesbetrieb habe mehrfach versucht, die Bahn von einer gemeinsamen Erneuerung zu überzeugen.

Bürgermeister Sibbel bezeichnete die voneinander abweichenden Antwortschreiben als „ein bisschen bemerkenswert. Damit können wir uns nicht zufrieden geben“. Er kündigte an, nun den Verkehrsminister anzuschreiben und ihn um Unterstützung beim Einsatz für einen deutlich früheren Anlagenersatz als 2019 zu bitten.

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