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Rock am Strand in Eckernförde : Verdammt nah am Original

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mit Gummistiefeln und Regencape:

Eckernförde | Dunkle Wolken, nasser Sand und strömender Regen – all das konnte am Freitag die leidenschaftlichen Fans der Rockmusik nicht davon abhalten, gemeinsam mit drei Coverbands bis in die Nacht hinein das einzigartige Lebensgefühl dieses musikalischen Genres zu zelebrieren. Eröffnet wurde das Open Air „Rock am Strand“ von der Band Bar B. Q. , die ihre eigenen Interpretationen bekannter ZZ Top- Songs präsentierte. Anfangs sogar ausgestattet mit falschen Bärten, die später dekorativ an den Mikrofonständern angebracht wurden, sorgten sie mit ihrem Bluesrock für ausgelassene Stimmung und machten dem Publikum, das sich größtenteils in Gummistiefeln und Regenponchos über das Veranstaltungsgelände bewegte, Lust auf mehr.

Die zweite Band des Abends war aus Hamburg angereist. Quo, die sich ganz der Musik ihrer Vorbilder Status Quo verschrieben haben, lieferten eine mitreißende Darbietung, die das Werk einer der erfolgreichsten und langlebigsten Rockbands aller Zeiten würdigte und die Zuhörer nicht nur in den ersten Reihen zum Tanzen und Mitsingen animierte. Tanja Kampers (41), die mit ihrem Lebensgefährten Volker Rümann (47) aus der Nähe von Itzehoe angereist war, zeigte sich unbeeindruckt vom typisch norddeutschen Sommer. „Die Karten hatten wir lange im Voraus gekauft. Da war uns die Wettervorhersage egal“, sagte die begeisterte Metalhörerin, die auch regelmäßig auf dem Wacken Open Air anzutreffen ist. „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung“, betonte sie. Auch Jens Nixdorf (55), der die beiden begleitete, konnte der Regen nicht aus der Ruhe bringen. „Die Hauptsache ist doch, dass die Musik schön laut ist“, so der Eutiner. Das einzige Zugeständnis, das die Gruppe bei dem Wetter machen musste, war die Anreise mit dem Auto. „Sonst wären wir alle gerne mit unseren Motorrädern nach Eckernförde gefahren“, verriet Tanja Kampers.

Tanja Hansen (46) und Achim Erichsen (52) aus Sieverstedt nutzten den Abend, um schon mal in Feierstimmung zu kommen. Sie heiraten am kommenden Freitag. Arm in Arm standen sie beim Auftritt von Quo in der ersten Reihe und sangen textsicher mit. „Wir sind große Fans der Musik“, so Tanja Hansen.

Etwas ruhiger ging es über große Teile der Veranstaltung hinweg bei der Gruppe rund um Ralf Hastler (49) zu, der mit seiner Freundin Cornelia Prehn (49) und drei Freunden aus Schleswig angereist war. Sie hatten es sich mit Bier und warmen Kaffee unter einem der zahlreichen Schirme, die auf dem Gelände aufgestellt worden waren, gemütlich gemacht und beobachteten das Geschehen auf der stimmungsvoll ausgeleuchteten Bühne zunächst aus der Entfernung. „Wir sind vor allem wegen Barock hier“, erklärte Ralf Hastler. Die Band rund um Sänger Grant Foster lieferte zum Abschluss des Abends ein mitreißendes Konzert mit den größten Erfolgen von AC/DC und lockte schließlich auch die wasserscheusten Zuhörer aus ihren Unterständen. Authentisch transportierte Barock den Sound der 1973 gegründeten Band, die zu den Pionieren des Hard Rock zählt und bis heute über 50 Millionen Tonträger verkauft hat. Als „Rock am Strand“ schließlich gegen 23.30 Uhr endete, hatten seine Besucher endgültig bewiesen, dass auch im Dauerregen ausgelassen gefeiert und getanzt werden kann – wenn die Musik stimmt.  


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