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Durchfall : Verdacht auf Novovirus in der Kindertagesstätte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Villa Kunterbunt bleibt heute, 21. Januar, geschlossen. Die Kinder und Mitarbeiter leiden unter Erbrechen und Durchfall.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2016 | 05:52 Uhr

Eckernförde | Die Kindertagesstätte Villa Kunterbunt bleibt heute geschlossen. Grund für die Schließung ist eine Magen- und Darminfektion, von der 30 von 90 Jungen und Mädchen (Stand Redaktionsschluss) sowie einige Mitarbeiter betroffen sind. Da aufgrund der Symptome, heftiges Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall, der Verdacht von Novovirus besteht, hat sich die Leitung zu der Schließung entschlossen – nicht ohne vorher alle Eltern informiert zu haben.

„Wir arbeiten sehr eng mit dem Gesundheitsdienst des Kreises Rendsburg-Eckernförde zusammen“, erklärte die Leiterin der Kindertagesstätte, Astrid Altendorf, auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung. Sie betonte auch den engen Kontakt zu den Eltern und Erziehungsberechtigten: „Wir haben mit allen Eltern 1:1 geredet“, so die Kita-Leiterin.

Dass alles „in sehr geordneten Verhältnissen“ abgelaufen sei, bestätigte auch Heike Rullmann, Geschäftsführerin der Brücke Rendsburg-Eckernförde, Trägerin der Villa Kunterbunt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hätten mehrere Kinder der Einrichtung zu Hause unter Erbrechen und Durchfall gelitten. Gestern seien auch Kinder in der Kita selbst von Erbrechen und Durchfall betroffen gewesen, ebenso wie einige Mitarbeiterinnen. Das alles sei aber in den sanitären Räumen der Kita geschehen. Aufgrund der Heftigkeit der Symptome habe man aber sofort den Gesundheitsdienst des Kreises eingeschaltet.

„Wir gehen von einer Magen- und Darminfektion aus“, sagte Wilfrid Wulschner, Arzt beim Gesundheitsdienst des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Erkrankte wurden gebeten, zwecks einer mikrobiologischen Diagnostik Stuhlproben abzugeben, die in den nächsten Tagen im Labor untersucht werden sollen. Mit Ergebnissen könne man aber frühestens in der nächsten Woche rechnen.

Da eine Magen- und Darminfektion über direkten Kontakt zu Erkrankten oder auch indirekt über verschmutzte Flächen, wie Türklinken oder Waschbecken, möglich ist, sei eine Desinfektion unbedingt zu empfehlen, so Wulschner. Und genau das sei bereits gestern Nachmittag geschehen und werde heute fortgesetzt, teilte Heike Rullmann mit. Ausdrücklich betonte sie, dass das Essen in der Kita als Verursacher ausgeschlossen werden können, da auch Personen betroffen seien, die nicht in der Kita essen.

Man müsse die Laborergebnisse abwarten und hoffen, so die Kita-Leiterin Astrid Altendorf. Jetzt gelte es, nach Paragraf 34 des Infektionsschutzgesetzes zu handeln, so der Arzt. Es besagt, dass nur diejenigen die Villa Kunterbunt am Freitag betreten dürfen, die 48 Stunden völlig frei von Syptomen und Beschwerden sind.

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