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Eckernförder Zeitung

13. Dezember 2017 | 22:01 Uhr

Kommentar : Verantwortung wahrnehmen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zur Diskussion um die Kinderstation

von
erstellt am 12.Dez.2016 | 06:24 Uhr

Eckernförde | Wenn der Demonstrations-Sonnabend eines gezeigt hat, dann dies: Eckernförde ist auch eine junge Stadt. Das wird all zu oft vergessen. Die Eltern haben auf der Demonstration für den Erhalt der Kinderstation (und natürlich in deren Fahrwasser auch der Geburtshilfe) eindrucksvoll Präsenz gezeigt. Sie sind bereit, für ihre Anliegen auf die Straße zu gehen. Keine Frage: Geburtshilfe und Kinderstation gehören zusammen, das ist eine Binsenweisheit. Bedauerlich genug, dass dass drei Jahre nach dem Kreistags-Votum für den Erhalt beider Einrichtungen nun noch einmal ausgefochten werden muss, weil versäumt wurde, in den vergangenen drei Jahren ein tragfähiges Betreibersystem zu installieren. Dass die beiden verbliebenen Belegärzte es nicht allein stemmen können, ist klar. Der von der Imland Klinik eingesetzte eigene Ärztestab hat den Betrieb drei Jahre am Laufen gehalten, doch nun sind Imland die helfenden Händen zumindest vorübergehend weggebrochen, und das System ist kollabiert.

Die Elternproteste sind nachvollziehbar. Schließlich hat der Kreistag 2013 den Erhalt zugesagt, auch wenn er einschränkend das Wörtchen „bedarfsgerecht“ als Hintertürchen in das Abschlusskommuniqué hineinformuliert hat. So aber darf man sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Dann schon lieber offene, ehrliche Worte über mögliche wirtschaftliche Probleme, die im schlimmsten Fall zu einem Verkauf der Imland Kliniken führen könnten – siehe der Verkauf der Kreis-Seniorenhäuser. Das versteht jeder.

Wie auch eine Diskussion über das Für und Wider einer Drei-Betten-Station. Von Kinderarzt Sven-Arne Zeller kam der Vorschlag, diese doch mit der Verlegung von Betten mitsamt des dazugehörigen Personals von Rendsburg nach Eckernförde zu stärken, statt sie zur Disposition zu stellen. Auch das verdient eine offene Aussprache. Zumal die Geburtsstation in Eckernförde mit über 800 Entbindungen gerade dabei ist, einen neuen Nachkriegsrekord zu schreiben.

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