„Rock am Strand“ in Eckernförde : Veranstalter zieht Reißleine: Scorpions-Open-Air abgesagt

Schön wär’s gewesen ... das „Rock am Strand“-Festival mit den Scorpions am 15. August am Südstrand ist abgesagt.
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Schön wär’s gewesen ... das „Rock am Strand“-Festival mit den Scorpions am 15. August am Südstrand ist abgesagt.

Probleme mit der aufwändigen Bühnenproduktion und ein verhaltener Vorverkauf haben das Festival platzen lassen. Die Tickets werden zurückerstattet.

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25. Juli 2015, 06:47 Uhr

Eckernförde | Das „Rock am Strand“-Festival mit den Scorpions am 15. August am Eckernförder Südstrand ist abgesagt. Das gab der Veranstalter Bremen Events & Concerts Freitagnachmittag bekannt. Als Gründe nannte Agenturchef Jan Trautmann zunehmende technische und logistische Probleme in Verbindung mit einer kostenintensiven notwendige Verkleinerung der für die Welttournee der Scorpions entwickelte großen Bühnenproduktion sowie den etwas hinter den Erwartungen gebliebenen Vorverkauf. Das „Abspecken“ der Bühnenproduktion wäre zwar mit erheblichem Aufwand machbar, würden aber auch die Produktionskosten deutlich in die Höhe treiben. Die Anforderungen an die Bühnentechnik für diesen einen Auftritt im Rahmen der Scorpions-Welttournee seien deutlich höher als beispielsweise beim Radio Nora Südstrand Open Air am 4. Juli an gleicher Stelle. Beim Vertragsabschluss vor einem Jahr hätte noch keine endgültige Bühnenanweisung vorgelegen, erklärte Trautmann.

Zum anderen sei drei Wochen vor dem Konzert ein Absatz von rund 7000 Karten zum Stückpreis von 60 Euro absehbar, was etwas unter den Erwartungen liege. „Daran hätten wir den Auftritt der Scorpions aber nicht scheitern lassen“, versicherte Trautmann. Ausschlaggebend sei am Ende die Summe der Probleme mit der für die Welttour abgestimmten Bühnenproduktion in Verbindung mit dem nicht überragenden Vorverkauf. „Wir haben eine einvernehmliche Regelung mit den Scorpions gefunden“, so Trautmann.

Eckernförde muss nun also auf dieses Top-Event am Südstrand mit den Scorpions sowie den Vorgruppen Gotthard, Baltic Sea Child, Lowrider Betty und John Diva verzichten. Der Veranstalter bedauert diesen Schritt, Kartenbesitzer bekämen die Tickets in den Vorverkaufsstellen erstattet.

Die Absage in diesem Jahr muss aber kein Schlussstrich für alle Zeiten sein. Im Gegenteil. Die Kontakte und konstruktiven Gespräche im Ostseebad hätten ihn ermutigt, weiter auf Eckernförde und den Südstrand zu setzen, sagte Jan Trautmann. Künftig werde man darauf achten, dass die Produktion bereits vor Vertragsabschluss komplett abgeschlossen ist.

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