reine zerstörung : Vandalismus in Rieseby greift um sich

Am Pfingstwochenende schlugen Unbekannte Fenster des Bauwagens ein.
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Am Pfingstwochenende schlugen Unbekannte Fenster des Bauwagens ein.

Unbekannte schlagen Fenster im Bauwagen des Naturkindergartens ein und zerstören das Hochbeet in der Schleischule. Politik und Polizei sind alarmiert.

shz.de von
30. Mai 2015, 19:22 Uhr

Idyllisch ist es im Sönderbyer Wald. So schön und friedlich, dass sich seit Jahren die Jungen und Mädchen des Naturkindergartens dort sehr wohl fühlen. Ein alter Bauwagen dient als Unterschlupf, den die Erzieherinnen, die Kinder und die ehrenamtlich engagierten Eltern mit viel Liebe hergerichtet haben. Doch wo Kinder die Fensterscheiben mit bunten Glasmalereien verziert haben, sieht man heute nur noch zerbrochene Fensterscheiben. Unbekannte schlugen am Pfingstwochenende die Fenster ein. Verletzt wurde niemand, da der Wagen leer war. Auch sei nichts gestohlen worden, erzählt Rebekka Fluen, die ehrenamtlich im Naturkindergarten engagiert ist, nach Rücksprache mit der Erzieherin Katy Geers.

Der Schaden für den Kindergarten und den Trägerverein ist erheblich, denn dieser muss den Schaden selbst tragen, da keine Versicherung greift. Da der Naturkindergarten in Rieseby eine anerkannte Institution ist, kann sich dieser zwar wiederkehrend über Spenden freuen Aber diese seien eigentlich für die Kinder, Anschaffungen im pädagogischen Sinne und Instandhaltungsmaßnahmen gedacht, die auch dringend nötig seien, so Rebekka Fluen.

Die finanzielle Not hat auch der Kaufmann Hartmut Schmidt erkannt, der in seinem Verlag einen Spendenaufruf zugunsten des Naturkindergartens starten will. „Es ist eine Sünde und Schande, dass hier mutwillig zerstört wurde“, kritisiert der CDU-Fraktionsvorsitzende und erste stellvertretende Bürgermeister den Vandalismus in der Gemeinde.

Gerade in den vergangenen Tagen und Wochen sei es in Rieseby wiederholt zu Vorfällen gekommen. Nicht nur im Naturkindergarten, auch in der Schleischule seien Vandalen am Werk gewesen. Dort hatten Randalierer den Blitzableiter und das von der Edeka-Gruppe gespendete Hochbeet zerstört. „Für mich ist das eine unfassbare Schweinerei“, tobt Schmidt, der die Schäden durch Fotos dokumentiert hat.

Die Polizei sei eingeschaltet, der Vandalismus zur Anzeige gebracht worden. Ob die Täter gefasst werden können, ist nach Auskunft der Polizei aber noch offen. Damit will sich die Politik aber nicht genügen. Bürgermeister Jens Kolls hat bereits Gespräche mit dem Amt geführt. „Wir müssen vermehrt Vandalismus rund um das Schulgebäude feststellen, aber wir werden das in Rieseby nicht dulden“, fand Jens Kolls klare Worte. Das Thema sei in der Politik angekommen und die Gemeinde werde alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Täter dingfest zu machen.





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